Seehunde auf einer Sandbank.

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Christel Grommel | am

Seehundzählung aus der Luft

Die jährliche Zählung der Seehunde an der Nordseeküste findet wieder aus der Luft statt. Die Zählungen gehen noch bis MItte August.

Die Maschinen starten am 8. Juni von Emden, Mariensiel und Nordholz bei Cuxhaven zum Flug über das Wattenmeer. Das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel (Laves) in Oldenburg teilte mit, dass es noch fünf solcher Zähltage geben werde. 

Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Seehund eine bedrohte Art. Dank eines besseren Schutzes der Tiere erholte sich der Bestand jedoch. Mitte der 1970er Jahre waren es nur noch etwa 1.100 Seehunde in Niedersachsen. Seit einigen Jahren sind es immer knapp unter 10.000 Seehunde an den niedersächsischen Küsten und im letzten Jahr eine Rekordzahl von 2.711 Jungen. Im ganzen Wattenmeer von den Niederlanden bis Dänemark wurde der Bestand vergangenes Jahr auf 40.800 Tiere geschätzt.

Alle Wattenmeer-Anrainer, also die Niederlande, die deutschen Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie Dänemark erfassen die Bestände zeitgleich. So sollen Doppelzählungen bei den sehr mobilen Seehunden vermieden werden. An Bord der Maschinen sind neben dem Piloten auch ein oder zwei Zähler. Die Seehunde werden von ihnen gezählt, fotografiert und die Liegegebiete kartiert. Auf den ersten Flügen werden vor allem die Jungtiere gezählt. Die Seehundbänke werden in etwa 150 Metern Höhe überflogen.

Auch die zweite Robbenart im Wattenmeer, die Kegelrobbe, wird gezählt. Sie war an den deutschen Küsten fast ausgestorben, aber auch ihre Population hat sich erholt.

Mit Material von dpa

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