Wie sind Saisonarbeiter vor Corona geschützt? Hände halten Bündel Spargel auf Feld
Christel Grommel | am

Otte-Kinast: Saisonarbeitskräfte sind wichtige Stütze

In einer Rede im Mai-Plenum reagierte Barbara Otte-Kinast auf eine Anfrage bzgl. der Corona-Maßnahmen für Saisonarbeitskräfte und betonte deren große Bedeutung für die niedersächsische Landwirtschaft.

"Im vergangenen Jahr arbeiteten allein rund 40.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als Saisonarbeitskräfte in der niedersächsischen Landwirtschaft. Ob zum Spargelstechen oder zur Erdbeerernte - Saisonarbeitskräfte sind eine wichtige Stütze unserer Landwirtschaft", betonte die Ministerin ihn ihrer Rede im Plenum des Landtags. 

Den Landwirtinnen und Landwirten in Niedersachsen sei bewusst, was sie an den Saisonarbeitskräften haben, und es sei deshalb im ureigenen Interesse der Betriebe, gute Rahmenbedingungen für ihre Saisonarbeitskräfte zu schaffen, gerade auch unter den aktuellen Bedingungen.

Testangebote für Saisonkräfte

Otte-Kinast antwortete unter anderem damit auf die Dringliche Anfrage seitens der Grünen im Niedersächsischen Landtag. Diese bezog sich auf Testangebote und Infektionsrisiko für Saisonarbeitskräfte. 

Neben der Einführung von anderen Schutzmaßnahmen (z.B. Mund-Nase-Schutz, betriebliche Hygienekonzepte) sei verpflichtend geregelt, dass vom Arbeitgeber zweimal pro Woche Corona-Tests zur Verfügung gestellt werden müssen. 

Durch die Teststrategie in Schulen und Kitas sei außerdem davon auszugehen, dass auch die Kinder der ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – wie alle anderen Kinder – ein Testangebot erhalten. Darüber hinaus stünden die kostenlosen Bürgertestungen allen Arbeitnehmern zur Verfügung. 

Ein Schutz für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft durch eine Impfung könne aktuell nicht sinnvoll dargestellt werden, so Otte-Kinast, die auf die nötigen Abstände der Impfungen von sechs Wochen verwies. 

Hygienekonzepte und Aufklärung

Um das Infektionsrisiko bei Arbeit und Wohnen für Saisonarbeitskräfte zu verbessern, gelte der Grundsatz "Zusammen Wohnen - Zusammen Arbeiten". 

Betriebliche Hygienekonzepte könnten den Infektionsschutz in allen Bereichen unterstützen, so Otte-Kinast. Das wichtigste sei die zielgruppenorientierte Aufklärung über geeignete Infektionsschutzmaßnahmen. Dazu gehöre auch ein niedrigschwelliges Angebot von medizinscher Versorgung und die Verfügbarkeit von kostenlosen Corona-Testangeboten.

Die Landesregierung werde in Gesprächen mit den Akteuren zügig klären, welche weitergehenden Maßnahmen geboten sind.

Mit Material von ML
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