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Peter Jantsch | am

Ratgeber: So wird aus einer Mücke kein Elefant

Gerade in stressigen Zeiten kann es mal passieren: Ein Wort gibt das andere und zack – findet man sich in einem dicken Streit wieder. Peter Jantsch gibt Tipps, wie Sie Zoff entgehen wirken.

Meinungsverschiedenheiten oder sich widersprechende Interessen in Partnerschaften, der Familie und im Betrieb sind normal, besonders in hektischen Zeiten. Finden wir spontan eine Lösung, wirkt das konstruktiv. Beißen wir uns fest, löst es schwierige Gefühle aus oder verletzt es unsere Persönlichkeit, dann kann das zu einer Krise anwachsen. 

Störungen auf der Beziehungsebene

Wenn das passiert, dann meistens nicht wegen der Sache, um die man streitet. Sie ist oft nur eine passende Gelegenheit, bereits bestehende Störungen auf der Beziehungsebene oder Verletzungen der Persönlichkeiten aus dem „Keller des Verborgenen“ ans Tageslicht zu holen. Nur wenn Konflikte ans Licht kommen, lassen sie sich bearbeiten. Sorgen und Ängste müssen ausgesprochen und gehört werden.

Killerphrasen vermeiden

Verallgemeinerungen wie „immer“ oder „nie“ vergiften zuverlässig eine Diskussion. Mit Totschlagargumenten oder Killerphrasen wie: „das siehst Du völlig falsch“ oder „das ist ja wieder typisch für dich“ provoziert man das Scheitern der Kommunikation. Verlässt man die Sachebene und geht zu Angriffen gegen die Gefühle oder die Persönlichkeit des anderen über, sprengt man jedes Gespräch.

Eine Stopp-Regel vereinbaren

Um vorzubeugen, dass Streitgespräche eskalieren, sollte eine Konfliktkultur eingeführt werden, die im Fall des Falles angewandt wird. Dazu kann die „Stopp-Regel“ gehören: Wenn einer der beteiligten „Stopp“ sagt, dann beendet man das Streitgespräch und geht auseinander. Der Streit wird dann nicht inhaltlich geklärt, aber es geht sowieso nicht mehr um inhaltliches, auch wenn es oberflächlich so aussehen mag. 

Nicht die Schuldfrage klären wollen

Dann verabredet man sich zu einem baldigen besseren Zeitpunkt. Wichtig ist, die eigentlichen Ursachen eines Konflikts zu sehen. Dafür ist es gut, wenn man sich gegenseitig zuhört, um den anderen zu verstehen. Es ist fundamental, NICHT die Schuldfrage klären zu wollen oder wer „recht hat“. Das lässt sich nicht klären! Es geht darum, für den anderen Verständnis zu entwickeln. Dabei gilt: Verstehen heißt nicht, einverstanden sein zu müssen. Wir haben alle gute Gründe für unser Verhalten, auch wenn der andere diese nicht nachvollziehen kann. Wir haben alle „recht“ und wir haben alle „unrecht“. Es geht darum, dass wir lernen miteinander gut umzugehen.

Checkliste - Damit Mücken Mücken bleiben und keine Elefanten werden

  • 1. Nach der Ursache forschen: Warum ist der Konflikt ausgebrochen? Welche Gefühle verursacht dieser Konflikt bei den Beteiligten?
  • 2. Frühzeitig ansprechen: Ein vermeintlicher Konflikt kann sich als Missverständnis herausstellen. Wer der Aussprache aus dem Weg geht, sorgt dafür, dass der mögliche Konflikt unterschwellig weiter wächst und eskaliert.
  • 3. Vermeiden, anderen Schuld zuzuschieben: Suchen Sie nach Lösungen oder Kompromissen und nicht nach Schuldigen!
  • 4. Die Perspektive wechseln: Versuchen Sie die Motive des anderen zu verstehen. Dazu müssen Sie empathisch sein, selbst wenn es schwer fällt. Lassen Sie die andere Seite ausreden und hören Sie zu – ohne zu bewerten.
  • 5. Unterstellen Sie dem Gesprächspartner Positives: Im Zweifel für den Angeklagten.
  • 6. Sagen Sie offen, was Sie fühlen: Vermeiden Sie Beleidigungen und Unterstellungen. Sprechen Sie über Ihre Gefühle, also was dieser Konflikt für Sie bedeutet und was er mit Ihnen macht.

Den kompletten Ratgeber mit noch mehr Tipps und einem "Kleinen Streit-Werkzeugkasten" lesen Sie in der aktuellen digitalen Ausgabe der LAND & FORST.

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