Schlittenfahren im Harz
Anne-Maria Revermann | am

Corona-Verstöße und Verkehrs-Chaos im Harz

Touristen-Ansturm im Harz: An Parkplätzen und Rodelhängen verstoßen Besucher immer wieder gegen die Maskenpflicht und Abstandsregeln. Das hat Konsequenzen.

Es liegt Schnee im Harz. Das nehmen Menschen zum Anlass, dort zu rodeln, Spaß zu haben, raus zu kommen. Doch der Touristen-Ansturm nimmt Überhand. Allein am Sonntag (3. Januar) war es wegen des starken Schneefalls und der anreisenden Personen zu einem Verkehrschaos gekommen. Die Polizei sperrte die Landesstraße 504 zwischen Altenau und Torfhaus, die B4 war wegen Schnee und Eisglätte zeitweise ebenfalls dicht.

Da viele Touristen gegen die Abstandsregeln und Maskenpflicht verstoßen, appellieren die Polizei und der Harzer Tourismusverband wiederholt, nicht in den Harz zu kommen. Um der Lage Herr zu werden, sind weitere Auflagen geplant.

Straßensperrungen und kein Schlitten-Verleih

Bei einem Treffen am Dienstag (5. Januar) einigten sich Kommunen, Polizei und Goslars Landrat auf folgende Verschärfungen:

  • Bei einem erneuten Ansturm von Tagestouristen soll es eine frühzeitige Sperrung der Zufahrtsstraßen, wie der B4, geben.
  • Die Polizei ist verstärkt im Einsatz, um die Einhaltung der Corona-Regeln sicherzustellen.
  • Ski und Schlitten dürfen am Wochenende nicht mehr verliehen werden.
  • In Torfhaus wird der Außerhaus-Verkauf gestoppt, sollte es dort zu Menschenansammlungen kommen.

Schärfere Corona-Regeln für Niedersachsen schon ab dem Wochenende?

Am Dienstag (5. Januar) hatte die Bundesregierung beschlossen, den Lockdown bis zum 31. Januar zu verlängern. Die neuen Corona-Regeln sollen deutschlandweit voraussichtlich ab dem 11. Januar gelten. In Niedersachsen könnten sie schon am Wochenende greifen, wie Ministerpräsident Stephan Weil ankündigt.

Dabei wurden insbesondere die Kontaktbeschränkungen verschärft. Die Bundesregierung appellierte auch, dringend von Tagesausflügen abzusehen.

Schneeprognose für Niedersachsen

Nicht nur im Harz gibt es Schnee. In einigen Teilen Niedersachsens kann am Mittwoch, Donnerstag und Freitag (6., 7. und 8. Januar) mit Schnee gerechnet werden - vor allem in den Hochlagen, zum Beispiel im Bergland. Das teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Aber auch in den flachen Regionen Niedersachsens kann es im Tagesverlauf schneien und zumindest punktuell "weiß werden".

Nach wie vor gibt es im Landkreis Goslar stärkere Schneefälle. In der Nacht mussten einige Äste von der Straße geräumt werden, die wegen des schweren Schnees abgebrochen waren.

Etwa 1.500 Helfer des Winterdienstes in Niedersachsen sind bereits auf ihren Einsatz vorbereitet, wenn es zum Beispiel glatt werden sollte. Für diese Saison stehen rund 150.000 Tonnen Streusalz zur Verfügung, verteilt auf mehr als 110 Streugutlager.

Mit Material von NDR, RKI, Bundesregierung, DWD, MK

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