Mink breitet sich in Deutschland aus
Christel Grommel | am

Göttingen: Nerz breitet sich weiter aus

Der ursprünglich aus Nordamerika stammende Nerz, auch als Mink bekannt, breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Artenschützer sind besorgt.

Der amerikanische Nerz kommt laut Angaben der Landesjägerschaft immer häufiger in Deutschland vor. Darauf deute die steigende Zahl der erlegten Minke hin: Im abgelaufenen Jagdjahr wurden 63 Exemplare erlegt, gut doppelt so viele wie im Jahr davor. Dass sich der kleine Beutegreifer so ausbreiten kann, liege an seiner extremen Anpassungsfähigkeit. Er habe zudem in seinem Lebensraum keine direkten Nahrungs-Konkurrenten.

Artenschützer stufen Mink als Bedrohung ein

Der Mink wurde im vergangenen Jahrhundert auch in Europa gezüchtet. Seit einige Tiere aus Pelzfarmen entkamen und teils auch gezielt ausgewildert wurden, breitet sich der in Nordamerika heimische Marder auch hier immer weiter aus.

In Deutschland komme der Mink laut Landesjägerschaft deutlich seltener vor als andere invasive Tierarten wie der Waschbär oder Marderhund. Nach Angaben des Naturschutzbundes NABU gebe es über den tatsächlichen Bestand in Niedersachsen noch keine hinreichende Datenlage.

Artenschützer sind dennoch besorgt: Die Marderart jagt andere Tiere wie Amphibien und bodenbrütende Vögel und wird daher als Bedrohung für die Artenvielfalt eingeschätzt. Der Mink ist in der Dämmerung oder Nacht aktiv. Seine Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt drei bis fünf Jahre.

Mit Material von dpa

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