Schafe am Ufer
Christel Grommel | am

Göttingen: Schafe gegen Überschwemmungen

In Göttingen will man mit Schafen Überschwemmungen vorbeugen.

Die Stadt Göttingen hat ab jetzt 150 ungewöhnliche Mitarbeiter - Schafe.

Sie werden in den Fluss-Auen zum Hochwasserschutz eingesetzt. Im Rahmen des Projekts "Leineschafe an die Leine" sollen die Tiere das Hochwasserbett des Flusses beweiden. Damit sollen sie für eine stabile, überschwemmungsfeste Grasnarbe sorgen.

Dabei tun sie auch etwas für den Naturschutz: Sie renaturieren die Auen. Vögel und Insekten finden wieder neue Nahrung und siedeln sich an, erklärt Schäfer Rüdiger Grossert. Die Schafbeweidung sei dafür die schonendste Art. Den Sommer über sollen sich die Schafe der Leine entlang quer durch die Stadt futtern. 

Dafür wird eine bedrohte Nutztier-Rasse einer regionalen Schäferei eingesetzt. Von den bedrohten Leineschafen gibt es nur noch etwa 600 Stück. Mit dem Hochwasserschutz-Projekt soll in Göttingen auch ein Angebot zur Naherholung entstehen.

Das Pilotprojekt ist zunächst für ein Jahr angelegt. Geplant ist aber, dass die Schafe auch in den nächsten Jahren das Gras an der Leine entlang fressen.

Mit Material von NDR
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