Corona Hilfe
Charlotte Meyer | am

Göttingen: Universität erkennt Corona-Hilfe als Studienleistung an

Medizinstudenten sind bereits im Klinikdienst. Nun sollen auch Studierende anderer Fakultäten zur Mithilfe motiviert werden.

Soziales Engagement im Kampf gegen Covid-19 wird an der Universität Göttingen als Studienleistung anerkannt. Studierende an der Fakultät Geowissenschaften und Geographie können sich dabei bis zu sechs ECTS-Punkte anrechnen lassen. Wie die Fakultät am Mittwoch auf ihrer Homepage bekanntgab, gelte dies für Studierenden die Pflegetätigkeiten übernehmen oder ehrenamtlich bei Hilfsorganisationen mitarbeiten. Dabei würden 20 Stunden Arbeit zu einem Creditpoint umgerechnet, als Bestätigung reiche eine einfache Bescheinigung.

Viel Kritik: Hilfe sollte selbstverständlich sein

Die Entscheidung der Fakultät hat auf Twitter für Diskussionen gesorgt, nachdem sich die Klimaaktivistin Luisa Neubauer darüber geäußert hatte, die in Göttingen Geografie studiert. „Das ist kein Aprilscherz und klingt supersinnvoll“, schrieb Neubauer am Mittwoch.

Während sich viele User positiv äußerten und sich Hochschulen wie etwa die Universität Freiburg offen zeigten, gab es auch Kritik. So hieß es mehrfach, dass soziales Engagement in der Krise eine Selbstverständlichkeit sei, die nicht mit Creditpoints belohnt werden solle. Andere bemängelten, dass die universitäre Ausbildung mit der leichtfertigen Vergabe von Creditpunkten aufgeweicht würde.

Mit Material von dpa/lni
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