Hühnerrassen aus Hobbyzucht
Anne-Maria Revermann | am

Göttingen: Vielfalt lässt Federn

Sie sehen unterschiedlich aus, aber sind doch fast gleich. Innerhalb der Hobby- und Leistungszucht von Hühnern gibt es kaum noch genetische Unterschiede, fanden Forscher der Uni Göttingen und des Friedrich-Löffler-Instituts jetzt heraus.

Gene von Hühnern weltweit untersucht

Forscher untersuchten dafür die Gene von 3.235 Hühnern: Von den Wildformen bis zu Broilern und Legern, aber auch eine Vielzahl lokaler Rassen aus fast allen Erdteilen sowie von Hobbyhaltern in Deutschland gezüchteter Rassen. Dabei zeigte sich, dass in der Hobby- und Leistungszucht, insbesondere in der Legerichtung, die genetische Diversität vermindert ist.

Mit den Daten erstellten sie einen Stammbaum von bisher nicht dagewesener Vollständigkeit und Auflösung. Bereits 173 Rassen sind in eine öffentliche Datenbank eingetragen und weitere sollen folgen. Damit ist schon eine Großteil der Hühnerrassen abgedeckt. 

Diversität in ursprünglichen Rassen

Nur in einigen afrikanischen, südamerikanischen und asiatischen Rassen fanden die Wissenschaftler noch einen erheblichen Umfang an genetischer Diversität. Der Erhalt dieser Rassen sei enorm wichtig für die Nachhaltigkeit und Flexibilität der Zucht, sagten Prof. Dr. Henner Simianer und Prof. Dr. Steffen Weigend vom Zentrum für integrierte Züchtungsforschung der Universität Göttingen.

Mit Material von Universität Göttingen und Friedrich-Loeffler-Institut

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