Hochwasser in der Stadt Goslar 2017
Charlotte Meyer | am

Goslar: Noch immer Schäden vom Hochwasser 2017 sichtbar

Vor drei Jahren traf das dramatische Hochwasser die Stadt Goslar besonders hart. Noch immer sind nicht alle Schäden behoben.

Für die Beseitigung der Schäden des verheerenden Hochwassers vom Juli 2017 hat die Investitions- und Förderbank Niedersachsen bisher knapp 20 Millionen Euro ausgezahlt. Private Haushalte bekamen nach neuen Zahlen der Bank 8,5 Millionen Euro. Zur Wiederherstellung der Infrastruktur stellte die landeseigene NBank den Kommunen darüber hinaus bisher rund 10,7 Millionen Euro zur Verfügung, wie die Bank drei Jahre nach dem Hochwasser auf Anfrage mitteilte. Weitere Gelder könnten fließen, weil nach Angaben des Kreditinstituts noch nicht alle Projekte abgeschlossen seien.

Hochwasser traf Goslar besonders hart

Am 26. Juli 2017 rief der Landkreis Goslar nach tagelangen Regenfällen Katastrophenalarm aus. In der Stadt Goslar verwandelte sich die Abzucht, ein kleiner Nebenfluss der Oker, in einen reißenden Fluss, der sich seinen Weg um die Marktkirche und durch die zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende Altstadt bahnte. Später verlagerte sich das Hochwasser Richtung Norden und führte zu Überschwemmungen in Wolfenbüttel und Hildesheim.

Für Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) war die dramatische Lage eine der größten Herausforderungen seit seinem Amtsantritt im Jahr 2011. „Dieses Hochwasser gehört zu den heftigsten Dingen meiner Amtszeit“, sagte Junk der Deutschen Presse-Agentur. Vergleichbar mit der Corona-Krise sei das Hochwasser nicht: „Das ungeheure Problem beim Hochwasser ist die Geschwindigkeit. Da muss man innerhalb von zwei Minuten Entscheidungen treffen.“

 

Oberbürgermeister Junk: „Wir haben noch Wunden.“

Noch sind in Goslar nicht alle Schäden behoben, sie wurden auf knapp zehn Millionen Euro beziffert. So sei der Moritz-von-Sachsen-Platz noch nicht instandgesetzt. „Wir wollen nicht nur reparieren, sondern auch gleich den Hochwasserschutz verbessern.“ Es läuft zur Zeit ein Projekt, bei dem mit Hilfe Künstlicher Intelligenz Hochwasser wie 2017 besser prognostiziert werden können.

Hauptziel müsse aber sein, das Wasser vor der Stadt zu stoppen. „Da haben wir bisher Ideen und Konzepte. Konkret umgesetzt ist aber noch nichts“, sagte Junk. Er plädiert dafür, vor den Toren der Stadt eine neue kleine Talsperre zur Regulierung der Abzucht zu bauen, die vor drei Jahren so massiv über die Ufer getreten war.

Mit Material von dpa

Inhalte der Ausgabe

  • Die Wegweiser: Was bringt die Zukunft für die Landwirtschaft?
  • Wir haben uns mit Kurzschwanzmäusen beschäftigt
  • Lof-Anhänger: alles über das 25 km/h-Schild
  • Wie Wildfleisch erfolgreich vermarktet werden kann

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen
Produkte entdecken

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Die Wegweiser: Was bringt die Zukunft für die Landwirtschaft?
  • Wir haben uns mit Kurzschwanzmäusen beschäftigt
  • Lof-Anhänger: alles über das 25 km/h-Schild
  • Wie Wildfleisch erfolgreich vermarktet werden kann

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen