Wanderweg-Harz
Renate Bergmann | am

Harz: Manchmal ist weniger mehr

Damit Aktivurlauber zufrieden sind, wird das Wegenetz in den Anrainerländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nun intensiver gepflegt. Dafür müssen aber auch Wege weg.

Im Harz werden rund 1.000 der derzeit 4.000 Kilometer Wanderwege wegfallen. Unschöne und kaum noch genutzte Routen werden gestrichen. Dafür soll das verbleibende Wegenetz intensiver gepflegt und besser ausgeschildert werden, um attraktiv für die Freizeitaktivitäten von Wanderern, Reitern und Mountenbikern zu bleiben.

Geplant seien unter anderem mehr als 2.000 zusätzliche Wegweiser, sagte laut dpa Meldung die Harzklub-Geschäftsführerin Annett Drache. Der Wander-, Heimat- und Naturschutzbund Harzklub kümmert sich ehrenamtlich um die Pflege und Ausschilderung der Wanderrouten im Harz. Die Arbeiten sollen im kommenden Frühjahr beginnen.
"Wir haben die vorhandenen Wege in den beiden vergangenen Jahren intensiv geprüft", sagte Harzklub-Geschäftsführerin Drache. Viele Hundert Mitglieder der 86 Zweigvereine in den Anrainerländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hätten die Wege unter den Gesichtspunkten:

  • Frequentierung,
  • Qualität,
  • Naturnähe,
  • Sehenswürdigkeiten,
  • Rastmöglichkeiten sowie
  • konkurrierende Nutzung durch Reiter oder Mountainbiker unter die Lupe genommen.
    Als Resultat sollen kaum noch genutzte Wege mit unattraktiven Routen aus dem Netz genommen werden. Finanziert werden die Maßnahmen durch ein von der EU gefördertes Optimierungsprogramms.

Auch der Harzer Tourismusverband (HTV) befürwortet die Optimierung des Wanderwegenetzes, auch weil die Ansprüche der Wanderer steigen würden. Das Ziel sei ein optimales Wanderwegenetz für den Harz, das zwar weniger Kilometer zähle als bisher, dafür aber gut und nachhaltig erhalten werden könne, sagte HTV-Sprecherin Wohlgemuth

Mit Material von dpa
Das könnte Sie auch interessieren