Dürre in Niedersachsen: Talsperre im Harz mit wenig Wasser
Christel Grommel | am

Harz: Wasserwerke stellen sich auf neue Dürre ein

Die Harzwasserwerke rechnen an vielen Orten in Niedersachsen erneut mit einem Dürre-Sommer. Vor allem Nordost- und Südostniedersachsen könnten betroffen sein.

Das ergaben Untersuchungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. In den südlichen Regionen Niedersachsens habe auch schon im April und Mai Dürre geherrscht, so der Technische Geschäftsführer der Harzwasserwerke, Christoph Donner. Die Harzwasserwerke sind der größte Trinkwasserversorger Niedersachsens.

Die Talsperren im Westharz seien im vierten Jahr in Folge deutlich unter Durchschnitt gefüllt. Die Grundwasserspiegel fielen ebenfalls. Die Versorgung mit Trinkwasser sei jedoch nicht in Gefahr.

Donner forderte einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. 

Frühzeitig auf Trockenheit eingestellt

"Wir haben uns auf die anhaltende Trockenheit schon frühzeitig eingestellt", so Donner. Für die Wasserwirtschaft seien frühe Prognosen zum Jahresverlauf wichtig: "Eine frühzeitige Trendaussage hilft allen am Wasserkreislauf Beteiligten." Die Trinkwassertalsperren der Harzwasserwerke seien derzeit mit rund 65 Millionen Kubikmeter Wasser gefüllt.

Bis zu einer Tiefe von 25 Zentimetern ist sei der Boden noch gut mit Feuchtigkeit versorgt, erläuterte Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. Bei 1,80 Metern sei die Lage allerdings deutlich schlechter - das betreffe vor allem den Harz. "Wir gehen mit einer Dürrelast ins Jahr 2021", so Borchardts Prognose.

Umweltminister Olaf Lies forderte besseren Klimaschutz. "Wenn nicht genügend Wasser da ist, verlieren wir ökologische Lebensräume." Jedes Zehntel Erderwärmung müsse vermieden werden, denn sonst könnten ein Großteil der Jahre zu trocken ausfallen. Das bedeute für die Landwirtschaft große Herausforderungen. 

Künftig müssten "klimatische und hydrologische Veränderungen noch stärker ins Blickfeld rücken", so Lies. Weiter stellte er fest: "Wir alle brauchen Wasser zum Leben, es ist unser wichtigstes Gut."

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