Schüler auf dem Schulbauernhof Hardegsen

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Christel Grommel | am

Northeim: Corona macht Schulbauernhof Sorgen

Die Schulklassen sind zwar wieder im Schulbetrieb, aber Klassenfahrten finden nicht statt. Viele Buchungen wurden storniert.

"Das ist für unseren internationalen Schulbauernhof ein Riesenproblem. Alle Buchungen sind bis Ende des Jahres storniert worden. Bis zu 80 Prozent unserer Gäste sind Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse, sodass es für uns momentan wirtschaftlich unwahrscheinlich schwierig ist und extrem düster aussieht", sagt die Geschäftsführerin Claudia Eike-Schäfer. 

Das Team musste bereits deutlich verkleinert werden. "Nach der Winterpause kam Corona. Von da an war kein pädagogisches Geschäft mehr möglich", berichtet Eicke-Schäfer. Seit 2005 sind auch mehrtägige Klassenfahrten zum Schulbauernhof üblich, aber jetzt sind keine Kinder und Jugendliche da, die den Hof bevölkern und mit anpacken. 

"Wir haben versucht, einen Mittelweg zu finden und greifen auf alle Hilfsprogramme seitens der Politik zurück, um zudem die Tierversorgung leisten zu können." Die Verantwortung gegenüber Tieren und Mitarbeitern ist groß und bleibt bestehen. Tier-Patenschaften helfen dem Bauernhof, die Versorgung der Tiere zu sichern. 

Tagesprogramm statt Wochenausflug

Aufgrund der Corona-Auflagen hat der Schulbauernhof sein pädagogisches Konzept umgestellt. Statt einer Woche Klassenfahrt mit Verpflegung und Übernachtung gibt es das pädagogische Angebot als Tagesprogramm. 

Das Interesse an einem jahresbegleitenden Programm ist groß. Sowohl Kinder als Erwachsene finden es spannend, den Hof an mehreren Terminen im Jahr zu verschiedenen Jahreszeiten zu sehen. "Im Frühjahr zur Aussaat und zur Geburt der Lämmer oder im Sommer und Herbst zur Ernte und Feldarbeit. Wir haben draußen viel Platz und drinnen bei Indoor-Veranstaltungen, die auf 16 Personen begrenzt sind, greift das Hygiene-Konzept."

Der Schulbauernhof bietet einen umfassenden Einblick in die Landwirtschaft. "Ziel unserer Bildungsarbeit ist, dass Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene durch eigene Aktivitäten Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt erleben und sie dafür zu sensibilisieren", erläutert Eicke-Schäfer. 

Mit Material von Landvolk Niedersachsen

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