Ein Rehkitz liegt im hohen Gras
Anne-Maria Revermann | am

Wildtierverluste senken: Von innen nach außen mähen

Die Landesjägerschaft bittet niedersächsische Bauern, bei der Frühjahrsmahd besondere Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen.

Die Landesjägerschaft, das Landvolk und die Landwirtschaftskammer haben an die niedersächsischen Bauern appelliert, bei der bevorstehenden Frühjahrsmahd besondere Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen. Denn die Mahd falle zeitlich zusammen mit der Brut- und Setzzeit.

Wildtiere im Grünroggen

Die Tiere zögen in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs auf. Dort seien die Jungen durch die natürliche Schutzstrategie des Duckens und Tarnens zwar vor Fressfeinden geschützt, nicht aber vor Erntemaschinen.

Um Wildtierverluste zu vermeiden, sollten Flächen von innen nach außen gemäht werden. Das ermögliche es Rehen oder Hasen die Flächen nach außen durch das stehende Gras zu verlassen.

Knistertüten und Flatterbänder

Da viele Wildtiere sich vor hellem Scheinwerferlicht instinktiv ducken und nicht flüchten, sollte nicht bei Dunkelheit gemäht werden. Wenn möglich solle man die Ernteflächen vor der Mahd mit Hunden absuchen oder das Wild vergrämen.

Kostengünstig und effektiv seien Knistertüten oder Flatterbänder. Auch elektronische oder akustische Wildscheuchen hätten sich bewährt. Zudem könnten Drohnen mit Wärmebild-Technik helfen, Jungtiere auf großen Flächen zu orten, um sie so vor den Erntemaschinen zu retten.

Mit Material von dpa

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