Seeadler im Flug
Christel Grommel | am

Celle: Seeadler von Windrad getötet worden

Im Landkreis Celle hat der Rotor einer Windkraftanlage einen Seeadler getötet. Das Tier wurde mit gebrochenem Genick unter der Anlage gefunden.

Bisher gab es in Niedersachsen sieben Seeadler, die nachgewiesen von Rotoren getötet worden sind. Das gab Peter Görke an, der ehrenamtlicher Seeadler-Beauftragter des Landes ist. Es gebe dazu noch eine große Dunkelziffer. 

Die Anlagen seien ein riesiges Gefahrenpotenzial für Vögel und Fledermäuse. "Ich bin nicht gegen die Windenergie, aber dieses Thema muss in der Diskussion vorkommen", sagte der Naturschützer.

Der Seeadler ist der größte einheimische Greifvogel und war durch die Jagd in den 1980er Jahren fast ausgerottet. Inzwischen ist er streng geschützt. Landesweit gibt es Görke zufolge mittlerweile 80 Brutplätze und 300 bis 350 Seeadler. Wer die majestätischen Vögel mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,40 Metern beobachten will, kann dies beispielsweise in der Südheide, an der Elbe, im Landkreis Gifhorn, im Raum Cuxhaven sowie im Bereich Weser-Ems tun. 

Mit Material von dpa

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