Feuerwehr auf einer Moorfläche
Christel Grommel | am

Diepholz: Feuerwehr löscht Moorbrand

Feuerwehren aus den Landkreisen Diepholz und Vechta waren erneut im Moor bei Barnstorf im Einsatz.

Die Feuerwehren bekämpften mit über 100 Kameraden aus 13 umliegenden Ortswehren einen rund vier Hektar großen Moorbrand, der am frühen Mittwochabend ausgebrochen war. "Das Feuer ist noch lange nicht aus. Es legt sich abends schlafen", sagte Antonius Siemer von der staatlichen Moorverwaltung am Mittwochabend. Inzwischen ist das Feuer offenbar weitestgehend gelöscht. "Es besteht keine akute Ausbreitungsgefahr", sagte ein Feuerwehrsprecher.

Moorbrände sind tückisch. Fehlende Thermik und Kälte drücken die Glut nach unten. Dadurch bekäme sie keinen Sauerstoff, so Siemer. "Wenn die Thermik einsetzt, meistens zwischen zehn und elf Uhr, fängt es wieder an." Einsatzkräfte hatten über Nacht Wache gehalten, Beregnungsanlagen sprühten ununterbrochen Wasser ins Moor.

Ursprünglich angekündigter Wind für heute war glücklicherweise nicht aufgekommen, so dass keine Glutbröckchen vom Wind weitergetragen wurden.

Die Polizei ermittelt unterdessen gegen einen 66 Jahre alten Mann, der mit seinem Pkw ins Moor gefahren war. Es wird vermutet, dass der Katalysator das Gras unter dem Fahrzeug in Brand gesetzt hat. Der Pkw ging daraufhin in Flammen auf. "Was der Fahrer gemacht hat, ist fahrlässig hoch zehn. Die haben hier nichts verloren", so Siemer. Gegen den Fahrzeugführer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Er und seine Frau gaben an, eine Fahrradtour ausarbeiten zu wollen und war deshalb bis tief ins Moor gefahren zu sein.

Die Feuerwehren warnen in den Sommermonaten regelmäßig davor, PKWs nicht abseits von gepflasterten oder geteerten Wegen abzustellen, da z.B. durch die Hitze von Katalysatoren die Vegetation in Brand geraten kann.

Mit Material von NDR
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