Wolf
Christel Grommel | am

Hannover: Erleichterungen für Wolfsabschuss?

Das niedersächsische Umweltministerium möchte die Abschussgenehmigung für Wölfe erweitern. Hintergrund ist die vergebliche Jagd auf den Rodewalder Wolf und das geplante neue Bundesnaturschutzgesetz.

Über ein Jahr lang wurde der Rodewalder Leitwolf vergeblich gejagt. Das niedersächsische Umweltministerium hofft nun darauf, die Abschussgenehmigung erweitern zu können. Demnach könnte nicht nur eine Genehmigung für einen einzelnen Wolf erteilt werden, sondern in einem Problemgebiet nach und nach Wölfe eines Rudels getötet werden. 

Mit dem geplanten neuen Bundesnaturschutzgesetz soll in Niedersachsen eine neue Wolfsverordnung in Kraft treten. Ab April könnten laut Umweltministerium verschiedene Verbände dazu Stellung nehmen. 

Die Ausnahmegenehmigung für den Rodewalder Wolf stützt sich juristisch auf den Tod von mehreren geschützten Rindern. Die Kosten für die Jagd auf den Leitwolf gibt das Ministerium mit 100.000 Euro an. Insgesamt haben Wölfe in Niedersachsen 2019 rund eine Million Euro gekostet, der Großteil davon belief sich auf Schutzmaßnahmen und DNA-Analysen. Das Land geht von 230 Wölfen in Niedersachsen aus. 

 

Mit Material von dpa
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