Landfrauen nähen Mundschutz mit der Nähmaschine, um Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern
Anne-Maria Revermann | am

Hannover: Landfrauen nähen Mundschutze

Niedersächsische Landfrauen greifen zu Nadel und Faden und nähen in der Coronakrise Mundschutzmasken.

Mundschutze fehlen momentan im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus allerorten. Deshalb haben einige Gruppen von Landfrauen in Niedersachsen damit begonnen, Mundschutzmasken zu nähen. Der Niedersächsische Landfrauenverband Hannover e. V. (NLV) weitet diese nun auf sein gesamtes Verbandsgebiet aus.

Er startet den Aufruf an alle seine Mitglieder, sich an der „Aktion Mundschutz – LandFrauen helfen“ zu beteiligen. Es geht darum, Behelfs-MundNasen-Schutze zu nähen und den Einrichtungen, in denen Bedarf besteht, zur Verfügung zu stellen. Dabei werden keine medizinischen Mundschutze hergestellt, sondern solche, die im Pflege- und Privatbereich zum Einsatz kommen können. Der NLV stellt bis zu 10.000 Euro für die Aktion zur Verfügung, um den Landfrauen entstehende Auslagen zu erstatten.

Atmungsaktive Baumwollstoffe als Mundschutz

Die Mundschutze der Landfrauen sind bei 60 °C waschbar. Jede Landfrau näht die Mundschutze allein für sich, da Treffen aufgrund der Einschränkung des öffentlichen Lebens derzeit nicht möglich sind. Der Kontakt der Frauen untereinander läuft über digitale Medien.

Der Behelf-Mund-Nasenschutz ist weder geprüft noch zertifiziert und stellt lediglich ein Hilfsmittel dar, schreibt der Verband. Benötigt werden ein atmungsdurchlässiger Baumwollstoff wie Geschirrtücher, Bettlaken, T-Shirts ohne Elasthan und textiles Gummiband. Dennoch seien die Behelfsmasken besser als gar kein Schutz.

Wer unsicher ist, ob sein Stoff geeignet ist, legt das Gewebe doppelt, schließt es dicht um Mund und Nase und prüft, ob das Ein- und Ausatmen ohne großen Widerstand möglich ist.

Mit Material von NLV

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