Reiterstaffel Hannover reitet in sanierte Stallungen ein
Janina Schuster | am

Hannover: Die Reiterstaffel ist zurückgekehrt

Ein Jahr lang waren die Pferde der hannoverschen Reiterstaffel der Polizei zu Gast im niedersächsischen Landgestüt Celle. Ihre Stallungen in Hannover wurden saniert. Nun sind sie zurück am Welfenplatz.

Am Montag, den 06.09.2021 wurde die sanierte Unterkunft des Reiterzuges der Polizeidirektion Hannover feierlich übergeben. Dem voran ging eine einjährige Umbau- und Sanierungsphase. Die Stallungen der Pferde wurden tierschutzrechtlich überarbeitet, sodass den Tieren größere Boxen und besser durchlüftete Stallgebäude zur Verfügung stehen. Auch ein Pferdesolarium wurde eingebaut. So können die Polizeipferde ab jetzt schonend abgetrocknet werden, wenn sie von schweißtreibenden Einsätzen kommen. Zur Eröffnung kam Polizeipräsident Volker Kluwe, der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers und Niedersachsens Innen- und Sportminister Boris Pistorius. Sie und viele weitere Gäste waren begeistert vom Ergebnis.

Sanierung ist klares Bekenntnis zum Einsatzmittel Pferd

"Wir erfüllen damit alle tierschutzrechtlichen Standards, das ist auch unser Selbstverständnis im Umgang mit diesen außergewöhnlichen Tieren. Künftig werden die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten wieder ohne lange Anfahrtswege in der Stadt Streife reiten können. Sie sind ein wichtiger und präsenter Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger und tragen maßgeblich zu einem positiven Bild der Polizei Niedersachsen in der Bevölkerung bei. Die Sanierung ist auch ein klares Bekenntnis zum Reiterzug und dem 'Einsatzmittel Pferd' - sie gehören zur Polizei wie das Pferd in unser Landeswappen", erklärte Pistorius.

Landgestüt schätzte gemeinsame Zeit

Hoher Besuch zur feierlichen Eröffnung der Stallungen am Welfenplatz

Die Reiterstaffel zog am 01.09.2020 in das Landesgestüt Celle, damit die Umbauarbeiten effizient bewältigt werden konnten. Ross und Reiter pendelten somit nach Hannover zum Dienst. Im Landesgestüt fühlten sich nicht nur die Dienstpferde wohl. Auch den berittenen Polizisten wurde einiges geboten, denn die Unterkunft in Celle bot viel Platz zum Training mit den Tieren. "Es war eine wertvolle und bereichernde Zeit für uns. Ein tolles Miteinander prägte die gemeinsame Zeit und ich persönlich genoss es, dass richtig viel Leben auf dem Hof war", beschreibt der Landstallmeister Dr. Axel Brockmann die Zeit während des Aufenthalts der Reiterstaffel im Landgestüt.

Verlängerte Bauzeit und gestiegene Kosten

Nun kamen die 32 Dienstpferde und 46 Beschäftigten zurück in die sanierte Liegenschaft und ritten feierlich im Reiterzug in das Gebäude ein. Eigentlich sollte das schon im Juli stattfinden, doch die Bauarbeiten zogen sich um zwei Monate in die Länge. Ebenso die Kosten: statt 1,55 Millionen stiegen diese auf 1,9 Millionen Euro. Das lag nach Angaben von Reinhold Hilbers an gestiegenen Löhnen und hohen Materialkosten. Doch auch das Gebäude selbst war ein Grund. „Wenn man eine so alte Bausubstanz öffnet, erlebt man Überraschungen“, so Hilbers. Die Stallungen am Welfenplatz sind 150 Jahre alt und unterliegen dem Denkmalschutz. Das Ziel der Renovierung war die Verbesserung des Tierwohls.

Mit Material von dpa/haz
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