Katze mit Schutzvisier Corona
Christel Grommel | am

Meldepflicht für Haustiere mit Corona-Infektionen

Julia Klöckner hat eine Verordnung auf den Weg gebracht, nach der Corona-Infektionen bei gehaltenen Tieren meldepflichtig werden sollen. In verschiedenen Ländern waren Fälle von infizierten Hauskatzen bekannt geworden, so auch in Hannover.

Weltweit gibt es bislang 15 gemeldete Infektionen bei gehaltenen Tieren. Das Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) und das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit des BMEL führten Versuche durch, die Katzen als empfänglicher für den Erreger als beispielsweise Hunde zeigen. Bisherige Erfahrungen geben aber keine Hinweise darauf, dass Haustiere das Virus auf den Menschen übertragen. 

Klöckner ist dennoch für Vorsicht: "Bei der Bekämpfung von Corona können wir nicht auf Erfahrungen und Expertenwissen zurückgreifen – den Umgang damit lernen wir in Echtzeit. Mehr Wissen schützt uns. Umso wichtiger also, die Forschung in vielen Lebensbereichen voranzutreiben, um Erkenntnisse zu gewinnen."

"Das machen wir mit der Meldepflicht: Sie ist – auch international – von großer Bedeutung für die Wissenschaft, um Informationen zu Übertragung, Vorkommen und Ausbreitung von Corona zu erhalten. Für die Prävention und eine frühzeitige Bekämpfung des Virus ist das unerlässliche Voraussetzung. Unser Friedrich-Loeffler-Institut bietet hierfür beste Bedingungen. Es ist weit über die Grenzen Deutschlands anerkannt für seine Spitzenforschung.Klar betonen möchte ich aber: Es besteht für Haustierhalter keine Pflicht, ihre Tiere testen zu lassen! Das ist nur sinnvoll, wenn das Tier klinische Symptome zeigt."

Hannover: Drei infizierte Katzen unter Beobachtung

An der Tierärztlichen Hochschule Hannover hat man drei mit dem Coronavirus infizierte Katzen aufgenommen. Die Tiere seien unter Sicherheitsvorkehrungen im Forschungszentrum für neu auftretende Infektionskrankheiten und Zoonosen untergebracht, sagte eine Hochschulsprecherin am Dienstag.

Die Katzen stammen aus einem anderen Bundesland, ein Amtstierarzt hatte die Tiere abgegeben. Sie leben in einem Haushalt und zeigen bisher keine Symptome. Laut der Sprecherin werden bei den Tieren regelmäßig Blut- und Speichelproben genommen sowie Tests auf Antikörper durchgeführt. 

 

Mit Material von BMEL und dpa
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