Hannover-Herrenhaeuser-Allee
Sara Isabel Ruppelt | am

Mithelfen und Niedersachsens Alleen schützen

Wegen des vermehrten Straßenbaus wurden auch immer mehr Bäume am Straßenrand gefällt. Mit einem Projekt soll nun der Bestand geschützt werden.

Seit den 1960er Jahren ist die Anzahl der Alleen in Niedersachsen zurückgegangen. Aus Gründen der Verkehrssicherheit begann man damit, die Bäume zu roden. Dem wollen der Niedersächsische Heimatbund (NHB) und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) nun mit einem Projekt entgegenwirken. Teilnehmen können alle Einzelpersonen, Schulen oder örtliche Vereine etwa aus dem Natur- und Heimatschutz.

Jeder kann helfen

Ob Pate oder nicht spielt grundsätzlich keine Rolle, wenn man helfen möchte. Jeder kann eine Allee in der Datenbank www.alleen-niedersachsen.de melden. Die Paten sind in ihrer Region dafür zuständig, sich für die Bäume einzusetzen und Kontakt zu der örtlichen Verwaltung aufzunehmen. Zudem werden sie fachlich unterstützt sowie geschult, um fachgerecht handeln zu können.

Alleen als eigene Biotope

Laut der Projektleiterin und Landschaftswissenschaftlerin Nora Kraack sind Alleen ein wichtiger Bestandteil für die Tier- und Pflanzenwelt, da man sie als eigene Biotope ansehen kann. Außerdem dienen sie als Verstecke für Tiere und filtern Feinstaub aus der Luft. Nabu-Sprecher Matthias Freter bekräftigt diese Meinung. Er meint, dass Alleen einen „Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, Fledermäuse, Insekten sowie Flechten“ bieten würden.

Mit Material von dpa/ lni
Das könnte Sie auch interessieren