Binnendünen
Renate Bergmann | am

Niedersachsen: Seltene Binnendünen besser schützen

Dünen werden meistens mit Meer in Verbindung gebracht. Doch in Niedersachsen gibt es sie auch im Landesinneren.

Diese sogenannte Binnendünen erstrecken sich derzeit über eine Fläche von rund 670 Hektar, berichtet Tom Kutter vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

„Binnendünen sind heute so selten, dass sie europaweit zu schützende Lebensräume mit einer hoch spezialisierten Flora und Fauna sind", erklärte Kutter, der in Niedersachsen als Koordinator für das EU-Projekt "Atlantische Sandlandschaften" zuständig ist.
Die offenen Flugsanddünen des Binnenlandes waren früher verbreitet und auch gefürchtet. Inzwischen sind sie nur noch als vereinzelte und vergleichsweise kleine Restflächen erhalten. Der überwiegende Teil liegt heute unter Wald.

Mit verschiedenen Maßnahmen versucht das Land Niedersachsen, seine Binnendünen zu pflegen, um zu verhindern, dass die offenen Sandbereiche verschwinden Seltene Tierarten wie Zauneidechsen, Wildbienen und hoch gefährdete Spinnenarten profitierten von Gehölz- und Bodenarbeiten.

Die Kosten für solche Arbeiten werden von der EU und dem Land Niedersachsen übernommen. Bis Ende 2021 sollen in Niedersachsen circa 100 solcher Einzelprojekte mit einer Vielzahl an lokalen Partnern abgeschlossen werden. Binnen-Dünen-Projekte sind im Emsland, in der Region Hannover, bei Verden, in der Lüneburger Heide und im Oldenburger Raum geplant.

Mit Material von dpa
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