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Christiane Hüneke-Thielemann | am

Nienburg: Von der „Konfi-Kuh“ zur Herdbuchzucht

Von seinem Konfirmations-Geld kaufte sich Jonas Hüneke vor sechs Jahren ein Pinzgauer Rind - „Konfi-Kuh“ Alma. Eine gute Investition: Heute sind er und seine Familie erfolgreiche Herdbuchzüchter.

Die Begeisterung für die alte österreichische Rinderrasse mit der außergewöhnlichen Rücken- und Bauchblässe, ist ungebrochen. Nach wie vor kümmert sich der 19-Jährige, der im Hauptberuf Landmaschinen-Mechatroniker ist, um die Versorgung der Tiere. Morgens vor der Arbeit füttern ist für ihn kein Thema: „Das dauert ja auch nicht lange, da mal eben die Silage vorgeben“, sagt Jonas. Und am Wochenende? „Dann auch fast immer. Also da müsste die Party schon ganz doll sein, dass ich das nicht schaffen würde“, grinst er. Und sonst sind ja auch noch die Brüder Felix und Niklas da, bevor im Notfall natürlich auch Vater Detlef oder Mutter Dorit Hüneke einspringen würden.

Die Brüder regeln alles eigenständig

Aber das hat es selten gegeben, denn Jonas und seine jüngeren Brüder Felix und Niklas wuppen den Großteil der Arbeit rund um die Herde eigenständig auf dem Nebenerwerbshof der Familie. Neben der Arbeit im Stall oder auf der Weide gehört dazu auch das Zuchtmanagement und nicht zuletzt die Vermarktung der Tiere. „Toi, toi, toi - die Vermarktung klappt momentan ganz gut“, freut sich Jonas. Gerade wurde ein Pinzgauer Rind in die Niederlande verkauft.

Bulle Bernstein ist aktueller Chef

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Grundstock der Herde waren neben Jonas "Konfi-Kuh" Alma noch die Pinzgauer Damen Fiona und Nele, die seine Eltern damals dazu gekauft hatten. Als klar war, dass eine eigene Herdbuchzucht begonnen werden soll, kam Bulle „Hannes“ dazu. Aktuell ist Bulle „Bernstein“ künftiger Vererber auf dem Hof. „Die Bullen müssen spätestens alle drei Jahre wechseln, sonst passt das zuchttechnisch mit den Nachkommen nicht mehr“, erklärt sein Bruder Felix (17). Er kümmert sich um die Dokumentation und sonstiges Schriftliche, der jüngste Bruder Niklas (15) hilft vor allem bei der praktischen Arbeit.

Betreuung über Masterrind

Die Betreuung der Herdbuchzucht läuft über die Masterrind in Verden: Nicht nur die korrekten Abstammungspapiere gehören dazu, auch das Leistungsgewicht der Kälber und andere zuchtrelevante Daten werden dokumentiert. Richtig stolz sind die Hüneke-Jungs auf den bisherigen Spitzenreiter unter ihrem Nachwuchs: „Ein Bulle mit 1.700 Gramm Tageszunahme – das soll mal einer nachmachen.“

Mitglied im Pinzgauer Verband

Innerhalb der Züchter-Szene kennt Jonas sich mittlerweile recht gut aus: „Wir gehören natürlich dem Pinzgauer Verband an. Außerdem halte ich über eine Facebook-Gruppe Kontakte zu anderen Züchtern“, erzählt Jonas. So läuft ein Teil der Vermarktung auch über Mund-zu-Mund-Propaganda.

Wolf: Angst um die Tiere

Ab dem Frühjahr ist die Herde komplett in Freilandhaltung auf der Weide. Dann fährt immer einer der Brüder jeden Morgen vor der Arbeit raus auf die Weide. Nach dem Rechten sehen. „Da hat man immer ein mulmiges Gefühl, weil ja auch hier in Wietzen schon öfter mal der Wolf durchgekommen ist.“ Auch da ist sich die Familie einig: „Es kann nicht sein, dass man ständig Angst um seine Tiere haben muss, da muss von Seiten der Politik endlich mehr passieren.“

Die gesamte Reportage lesen Sie in der LAND & FORST Ausgabe 24/20 oder in unserer digitalen Ausgabe.

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