Drei Pferde grasen auf Weide
Christel Grommel | am

Nienburg: Pferde von Wölfen gerissen

Im Landkreis Nienburg wurden zwei Pferde auf einer Weide von Wölfen aus dem Rodewalder Rudel gerissen.

Bei DNA-Analysen hatte man Speichelspuren von mindestens zwei Tieren des Rudels nachgewiesen. Das teilte ein Sprecher des Umweltministeriums in Hannover mit. Ein direkter Nachweis einzelner bestimmter Wölfe, wie etwa des Rüden GW717m, sei dagegen nicht möglich gewesen.

Der Leitwolf des Rudels war monatelang zum Abschuss freigegeben, konnte aber nicht erlegt werden. Umweltminister Lies sagte, nun sei eingetreten, was man befürchtet habe: "Der Rodewalder Rüde hat sein problematisches Jagdverhalten nicht eingestellt, sondern übt offenkundig seine Techniken zur Tötung großer Huftiere mit seinen Nachkommen weiter ein." Er kritisierte in dem Zusammenhang auch die Behinderungen, die es bei der versuchten Entnahme des Problemwolfs gegeben hatte.

Die beiden gerissenen Pferde standen mit acht weiteren Tieren auf einer Weide, die im Territorium des Rodewalder Wolfes liegt. Ein weiteres Pferd wurde verletzt, ob es eingeschläfert werden muss, sei noch unklar. Pferdehalter sprachen von einer neuen Eskalationsstufe, denn erstmals seien auch Großpferde betroffen.

Abhilfe soll die niedersächsische Wolfsverordnung schaffen, die im September erlassen werden soll. Dabei geht es um Regelungen zum erleichterten Abschuss der Tiere und zur Prävention von Rissen. 

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Mit Material von dpa
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