Wichtel-Garten
Corinna Mayer | am

Nienburg: Susannes Wichtel-Werkstatt

Gnome, Zwerge, Trolle und Kobolde wohnen Seite an Seite mit Susanne Wortmann aus Haßbergen im Landkreis Nienburg.

Wer kennt sie nicht - diese kleinen Gestalten, Gnome, Zwerge, Trolle und Kobolde, die Gutes tun und schon mal einen Schabernack treiben. Zumeist lassen sich die Wichtel nicht blicken und bleiben unbemerkt. Eine Spurensuche...

Sie sind beheimatet in Haßbergen im Landkreis Nienburg. Dort wohnen sie Seite an Seite mit Susanne Wortmann. In ihrem Wintergarten-Atelier erweckt sie Wichtel und Wichtelkinder zum Leben, kleidet sie farbenfroh ein und lässt sie wachsen und gedeihen bis sie flügge werden.

 

Wichtel müssen gut durchtrocknen

Susanne werkelt in der eigenen Wohnung. Vorrangig im Wintergarten-Atelier, aber auch zu Küche und Wohnzimmer haben die Wichtel Zutritt.
Nach dem Anmischen des Betons wird dieser in die Formen gefüllt. Nach mehreren Tagen darf der Wichtel der Gussform entschlüpfen, muss jedoch noch mehrere Wochen gut durchtrocknen.
„Wichtig ist das richtige Mischverhältnis des Betons und eine genügend lange Trocknungsphase. Ich muss geduldig warten können. Anderenfalls könnte er entweder von innen schimmeln oder auseinanderbrechen“, erklärt die Wichtelmutter. „Wenn es nicht gelingt bin ich sehr unglücklich. Ungeduld rächt sich, das musste ich schon des Öfteren erleben“. So kann es auch schon einmal einige Monate dauern, bis die Arbeit an einem besonders korpulenten Wichtel weitergehen kann. Der schwerste seiner Artgenossen bringt derzeit 19 Kilogramm auf die Waage.
 

Knollennasen und Zipfelmützen

Wichtelwerkstatt

Wenn alles gut gegangen ist, nimmt Susanne Wortmann mit jedem einzelnen Exemplar persönlichen Kontakt auf, entfernt Unebenheiten und schmirgelt die Konturen fein. Als letzter Arbeitsschritt folgt das Einkleiden. Mit Acrylfarbe haucht sie den neuen, bemützten Erdenbürgern Leben ein. Hierbei orientiert sie sich nicht nur an ihrem eigenen Geschmack, sondern lässt sich auch gern von Käufern zu neuen Farbgebungen inspirieren.


Zur Überbrückung der Wartezeit, bis die Wichtel-Rohlinge zum Bemalen bereit sind, greift sie ebenfalls zu Pinsel und Farbtopf und bringt tiefsitzende Zipfelmützen und Knollennasen auf Leinwände.
 

Zu Besuch auf Märkten

Mit ihrer Leidenschaft für das sich ständig vermehrende Wichtelvolk steckte die Bastlerin auch ihren Lebensgefährten Peter Nikolaus an. „Er steht hinter mir und den Wichteln“, freut sie sich.

Gemeinsam sind sie in Nienburg und Umgebung auf Kunsthandwerker-Märkten unterwegs und hoffen darauf, dass die großen und kleinen Geschöpfe ein neues gemütliches Zuhause finden.

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