Salate auf einem Feld
Janina Schuster | am

Regio-Challenge Hannover: Iss, was um die Ecke wächst!

Nur kaufen und konsumieren, was innerhalb der umliegenden 100 Kilometer erzeugt wurde. Das ist eine Herausforderung, der sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen der Regio-Challenge in der Region Hannover stellen können.

Zwischen dem 13. und 19. September sind Bürgerinnen und Bürger der Region Hannover dazu aufgerufen, ausschließlich Lebensmittel zu konsumieren, die in einer Entfernung von maximal 100 Kilometern erzeugt wurden. Das Motto ist Programm: "Iss, was um die Ecke wächst!". Das Ziel: die Region muss sich beim Thema (Bio-)Lebensmittelerzeugung nicht verstecken und hat viel zu bieten und genau das soll Verbraucherinnen und Verbrauchern aufgezeigt werden. Passend dazu werden im Internet Online-Kochkurse und Veranstaltungen wie Hofführungen oder Feldrundgänge angeboten und vorgestellt.

Nachhaltig, regional und saisonal

"Der Wert von regionalen Lebensmitteln soll noch mehr in das Bewusstsein der Menschen rücken und die Kaufbereitschaft fördern", lobt Barbara Otte-Kinast, Niedersachsens Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Projekt. Die stellvertretende Regionspräsidentin, Michaela Michalowitz erklärt die Hintergründe der Challenge: "Das Ziel der Aktion ist es, die Menschen für einen nachhaltigen, regionalen und saisonalen Lebensmittelkonsum zu sensibilisieren."

Warum 100 Kilometer?

Die konsumierten Lebensmittel müssen laut Challenge innerhalb von 100 Kilometern produziert worden sein. Warum ausgerechnet dieser Radius? Das hat einen recht banalen Grund erklärt Daria Kistner vom (Bio)-Regio-Challenge Team. Einige der Grundnahrungsmittel wie Fleisch oder Getreide, seien kaum noch regional zu bekommen. "Es gibt beispielsweise kaum noch Mühlen in der Region und nur sehr wenige Schlachter", sagt die Mitinitiatorin des Projekts. In den vergangenen Jahrzenten wurde die Weiterverarbeitung weitestgehend verdrängt. Doch wie steht es um solch "exotische" Produkte wie Kaffee oder Bananen? Für die gibt es eine Art Zutatenjoker. Auch wenn ein Produkt hauptsächlich regional hergestellt und verarbeitet wurde, eine Zutat hingegen nicht, ist das kein Ausschlusskriterium. So kann auch eine Pfeffersalami ohne Bedenken konsumiert werden, auch wenn der Pfeffer selbst nicht von hier kommt.

Lebensmittel wieder wertschätzen lernen

"Die Pandemie hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig die heimische Landwirtschaft ist. Viele Menschen wissen gar nicht wo die Lebensmittel herkommen und wie sie erzeugt werden. Dabei ist es wichtig, zu wissen welche Menschen und Familien hinter den Produkten stecken", ist Otte-Kinast überzeugt. Das betrifft auch die Wertschätzung der Lebensmittel: "Immer mehr Lebensmittel landen im Müll. Dabei kann man aus übrig gebliebenen Produkten immer noch etwas machen."

Mit Material von neue presse
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