Fischfang mit einem Stellnetz
Anne-Maria Revermann | am

Steinhuder Meer: Nabu will Fischfang mit Reusen stoppen

Der Naturschutzbund (Nabu) fordert die Region Hannover auf, die Fischerei mit Stellnetzen im Steinhuder Meer zu stoppen.

Der Naturschutzbund Nabu will die Fischerei mit Stellnetzen im Steinhuder Meer stoppen. Auch das Land stehe als Eigentümer von Niedersachsens größtem See in der Pflicht, sagte Nabu-Landeschef Holger Buschmann am Dienstag. Man habe das Umwelt- und Agrarministerium um schnelles Handeln zum Schutz der Vögel gebeten. Der Fischerei sei auch mit umwelt- und vogelfreundlichen Fangmethoden möglich, hieß es.

Nach Angaben der Region Hannover wird mindestens seit den 1950er Jahren am Steinhuder Meer mit Stellnetzen - also Reusen - gefischt. Rechtlich ist das Gewässer mittlerweile ein Schutzgebiet. Gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz sei die Stellnetzfischerei als Projekt bei der Region angezeigt worden, teilte ein Behördensprecher mit.

Naturschützer protestieren

Dem im November erteilten Bescheid zufolge widerspricht das Fischen mit Reusen nicht den Erhaltungszielen und der Vogelschutzrichtlinie. Zudem seien Auflagen erteilt worden. Diese bezeichneten die Naturschützer als "weitgehend unwirksame Scheinauflagen".

Im Winter würden sich die meisten Wasservögel auf dem See aufhalten, die sich in den großen Netzen verheddern können. Vor einem Jahr seien innerhalb von drei Tagen ein Stern- und ein Haubentaucher gefangen worden. Nach Protest der Naturschützer wurden die Netze damals wieder abgebaut. Umso fragwürdiger sei die neue Erlaubnis der Region Hannover, erklärte der Nabu.

Mit Material von dpa

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