Luftbild der Tarmstedter Ausstellung
Katja Schukies | am

Tarmstedt: Kleine Messe, große Anziehungskraft

In diesem Jahr kann die Tarmstedter Ausstellung aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Hier ein kleines Trostpflaster. Wie sich die "Tarms" in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, lesen Sie hier.

Vier Tage im Juli sind in den Kalendern vieler Niedersachsen alljährlich rot markiert: Dann öffnet die Tarmstedter Ausstellung ihre Pforten. Ununterbrochen seit 1949. Bereits die „1. Landwirtschaftliche Landmaschinen- und Geräte-Ausstellung“ machte ihrem Namen alle Ehre. Das Interesse der Aussteller war so groß, dass auch nach Druck des Kataloges Anmeldungen angenommen wurde. 170 statt der im Katalog verzeichneten 132 Aussteller waren schließlich auf dem Gelände dabei. Aus Platzgründen lagen die Flächen der landwirtschaftlichen Fachaussteller direkt neben den Feldern. Dadurch konnten viele der ausgestellten Maschinen sogar im Praxiseinsatz gezeigt werden – bereits zu ihrer Premiere wurden die Maschinenvorführungen zu einem prägenden Merkmal der „Tarms“.

Ausstellungsfläche stieg stetig

Die Ausstellungsfläche stieg kontinuierlich an. Bis 1967 lag das 30.000 m2 große Gelände mitten im Ort. Für die 20. Ausstellung 1968 entstand auf dem neuen Gelände am Wendohweg eine doppelt so große Ausstellungsfläche. Weitere Erweiterungsschritte folgten 1976 mit einer Vergrößerung auf 80.000 m2 und Ende der 1990er Jahre auf 120.000 m2.

Besucher lieben ihre "Tarms"

Und die Besucher lieben ihre „Tarms“ – zur 31. Ausstellung 1979 kommen erstmals mehr als 50.000 Besucher. In den Folgejahren stabilisieren sich die Besucherzahlen zwischen 50.000 und 60.000, bevor 1988 mit 68.500 eine weitere Bestmarke gesetzt werden kann. 1993 steigt die Zahl auf über 80.000, 1996 sogar auf 91.000 an. Den bisherigen Höhepunkt markiert die Messeleitung 2019, als rund 117.000 Besucher gezählt werden.

Die Messe, die ursprünglich die wirtschaftliche Lage in dem kleinen Ort vor den Toren Bremens verbessern sollte, übt ihre Anziehungskraft schon seit langem auf den gesamten ländlichen Raum in Niedersachsen aus.

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