Dem Winterfahrverbot folgt der Stegabbau
Renate Bergmann | am

Winterruhe am Steinhuder Meer

Zum Jahresende zeigt sich der größte See Nordwestdeutschlands von seiner beschaulichen Seite. Das Winterfahrverbot nach der Dümmer und Steinhuder Meer-Verordnung trat in Kraft, Stege wurden abgebaut und verhalten kehrt Ruhe ein.

Winterruhe am Steinhuder Meer

Nur in der Zeit vom 20. März bis zum 31. Oktober ist das Befahren des Binnensees erlaubt. Der Steg des Badestrandes „Weißen Düne“ am Nordufer ist jetzt zurückgebaut worden. Bis Mitte des Monats wurde er noch von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) genutzt. „Der Abbau ist notwendig, damit im Winter durch Windeinwirkungen und Eisgang keine Schäden entstehen“, erklärt Naturpark-Ranger Hendrik Holte.

Zuerst werden die Holzpaletten entfernt. Jakob Kull, Auszubildender der mit der Arbeit beauftragten Steinhuder Firma und Praktikant Jakob Richter stapeln die glitschigen Holzpaletten sicher und stellen sie zum Abtransport bereit. Anschließend kommt das Arbeitsfloß zum Einsatz.
Mittels Hydraulik werden die im Wasser verbliebenen Pfähle aus dem Seeboden gehebelt, zum Ufer befördert und dort gelagert. „Der bis zur Wasserlinie reichende Stegkopf wird nicht abgebaut“, sagt Holte „hier wurde Eichenholz verwandt, damit er eine lange Standzeit hat“.

Sowohl durch das vorgeschriebene Winterfahrverbot als auch durch den Rückbau der Stege ist es möglich, die Störwirkung auf die Tierwelt so gering wie möglich zu halten. Denn „viele Vögel aus Skandinavien rasten und verbringen die Wintermonate hier“, weiß der Ranger zu berichten.

Insgesamt ragen am Steinhuder Meer über 200 Stege aus dem Wasser. Währenddessen die am Nordufer befindlichen jedes Jahr komplett abgebaut werden müssen, bleiben vereinzelte Stege des Südufers, welche sich in einer geschützten Lage befinden, unangetastet.

Im Frühjahr wird schadhaftes Material ersetzt und alle Stege werden wieder „flott“ gemacht für die nächste Saison.

 

Mit Material von Autorin Johanna Ritter

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