Äpfel an einem Baum.
Ellen Hartmann | am

Bald sind Niedersachsens Äpfel reif

Mitte September geht die Apfel-Haupternte im Alten Land los. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) rechnet bereits jetzt mit 308.000 Tonnen Ertrag und einer hohen Qualität der Früchte.

So könnten sich Verbraucherinnen und Verbraucher in diesem Jahr auf eine "hervorragende Qualität" aller Apfelsorten freuten, so die LWK weiter. Die Ernte der Frühsorten läuft bereits seit Mitte August, ab Mitte September werden dann mit Holsteiner Cox und Elstar die ersten Haupt- und Lagersorten geerntet. 

Betriebe gehen von guter Ernte aus

"Wegen des kalten und sehr wechselhaften Wetters im Frühjahr verzögert sich der Beginn der Apfelernte gegenüber dem Vorjahr um etwa eine Woche", erklärt Dr. Matthias Görgens. Er ist stellvertretender Leiter der zur LWK gehörenden Obstbauversuchsanstalt in Jork im Landkreis Stade. Derzeit werde davon ausgegangen, dass die Apfelernte an der Niederelbe voraussichtlich zum vierten Mal hintereinander bei 300.000 Tonnen liege. Die Betriebe gehen sogar davon aus, dass die Ernte bei 308.000 Tonnen liegen werde. Im Vergleich: 2020 waren es 306.000 Tonnen. 

Welche Sorten sind dabei?

Laut der LWK würden insbesondere die Sorten Jonagold (111.000 Tonnen) und Elstar (92.000 Tonnen) den größten Anteil der Apfelernte ausmachen. Sie tragen zu 66 Prozent zur Apfelernte bei. Auf Jonagold und Elstar folgen Braeburn (44.000 Tonnen), Boskoop (16.000 Tonnen) und Holsteiner Cox (10.000 Tonnen). Demnach solle die Sorte Boskoop den größten Zuwachs im Vergleich zu 2020 verzeichnen. Das liege auch daran, dass im vergangenen Jahr nur 9.000 der sonst üblichen 16.000 Tonnen geerntet werden konnten. Somit liege der Zuwachs in diesem Jahr bei 80 Prozent. Einen Aufschwung würde zudem die Sorte Wellant erleben: denn durch kontinuierliche Neu-Pflanzungen habe die Sorte die 10.000-Tonnen-Marke erreicht. 

Delbarestivale: "Der Elstar unter den Frühäpfeln"

Unter anderem gehört die Sorte Delbarestivale zu den Frühäpfeln. Sie wird auch aufgrund ihres hoch aromatischen, süß-säuerlichen Geschmacks und der Lagerungsfähigkeit "der Elstar unter den Frühäpfeln" genannt. Oftmals sind Frühäpfel nicht lange lagerfähig, müssen genussreif geerntet und rasch verzehrt oder verarbeitet werden. Für die Direktvermarkterinnen und -vermarkter sind die Frühäpfel allerdings nur ein Nischenprodukt. Sie bauen vor allem Sorten wie Klarapfel, Delbarestivale, Collina, Gravensteiner oder Deljonca an. 

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