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Hilke Lehmann | am

Corona: Ein Balanceakt für Familien

Familien leben seit März im Ausnahmezustand. Kaum Schule, kein Kitabetrieb - dafür Familienleben pur. Was macht das mit den Kindern? Wir haben bei Müttern und Kindern nachgefragt.

Familie Schomacker aus Fredenbeck bei Stade hat turbulente, anstrengende, zum Teil auch schöne Wochen hinter sich, in denen die Eltern mit ihren vier Kindern weitgehend unter sich waren. In Fredenbeck war die Schule bereits ab 11. März geschlossen, weil sich bereits ein Lehrer mit dem Corona-Virus infiziert hatte. 

Kinder haben sich verändert

Mit ihren vier Töchtern Lene (9), Ida (7), Anna (3) und Mieke (2) leben die Eltern Kristina und Ulf seitdem im Ausnahmezustand. „Zum Glück haben wir viel Platz und die beiden größeren Mädchen und die Kleinen können gut zusammen spielen“, sagt Kristina Schomacker. Aber die Kinder haben sich verändert. „Sie sind horchen bei dem Wort Corona auf. Vor dem Schlafengehen brauchen alle vier viel Zuwendung – und besonders Ida schläft oft nicht gut“, sagt Kristina Schomacker. Und die zweijährige Mieke klagte zuweilen mit Tränen in den Augen: „Mama, Kindergarten abgeschlosst.“

Die Freunde werden vermisst

In der Zeit, der völligen Kontaktsperre haben die vier Mädchen ihre Freundinnen und Schulkameraden stark vermisst. „Diese Sozialkontakte kann das Familienleben – auch wenn es gut funktioniert – einfach nicht ersetzen. Kinder brauchen auch ihre Spielkameraden“, so Kristina Schomacker. 

Ohne die Großeltern

Kinder-und-Corona-Familie-Werner

Stimmt“, sagt Judith Werner, die zusammen mit ihrem Mann Christoph einen Erdbeer- und Spargelhof in Deinste betreibt. Dort arbeitet sie normalerweise vormittags mit, wenn Karl (4) und Oscar (2) im Kindergarten sind. „Aufgrund der Kontaktsperre durften auch meine Eltern nicht einspringen, die sich sonst regelmäßig um die Enkel kümmern.“ Ganz davon abgesehen, dass Großeltern und Enkel unter dieser Situation gelitten haben, war Judith Werner in ihrer Arbeit stark ausgebremst. Denn Homeoffice mit zwei Klein-Kindern ist fast unmöglich.

Keine Reaktion von der Gemeinde

„Unsere Erzieherinnen im Kindergarten haben getan, was ihnen möglich war: Es gab für die Kinder Videos, virtuelle Schnitzeljagd und anderes. Aber von der Gemeinde kam gar nichts“, beteuert Judith Werner. Sonst gebe es auch wegen jedes kleinen Anlasses Post von dort. „Und wenn es nur ein liebevoll gemeinter ‚Durchhaltebrief‘ gewesen wäre, so ein Zeichen hätte gut getan.“

"Jeder Mensch ist fürs System relevant"

Deshalb finden die Frauen es wichtig, immerhin jetzt und hier etwas zu dem Thema zu sagen, das schließlich alle betroffenen Eltern bewegt. Kristina Schomacker, die die Situation mit sehr viel Langmut hingenommen hat, kommt an ihre Grenzen: „Neulich kochte es richtig in mir hoch, da habe ich mich total über das Wort „systemrelevant“ aufgeregt. Ich finde, JEDER Mensch ist für unser System relevant!“ 

Die gesamte Reportage lesen Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 24/2020 und in der digitalen Ausgabe.

 

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