Deutscher Käsepreis in München vergeben.
Anne Voß | am

Deutscher Käsepreis: Silber und Bronze gehen nach Niedersachsen

Erste Klasse für Niedersächsiche Käseprodukte: Mehrere Spezialitäten wurden mit dem Deutschen Käsepreis prämiert.

Um erstklassige Milch- und Käseprodukte ging es auch in diesem Jahr wieder beim Deutschen Käsepreis. Produzenten aus ganz Deutschland starteten mit insgesamt 132 Spezialitäten Anfang Oktober bei den 4. Münchner Hofkäsetagen in den Qualitätswettbewerb.

Der Verband für handwerkliche Milchverarbeitung (VHM) hatte nach München geladen. Auch Experten aus Niedersachsen gingen an den Start - und wurden prämiert.

Seit 2010 verleiht der VHM den „Deutschen Käsepreis“ an die drei besten Käse des Wettbewerbes - mit der Käseharfe in Gold, Silber und Bronze. Zudem wurden sieben kreative Käsevarianten mit dem Innovationspreis prämiert. Die 25 besten Milchprodukte erhielten außerdem das Prädikat „cum laude“.

Käseharfe in Silber geht ins niedersächsische Wendland

 Der „Göhrdetaler“ aus der Hofkäserei Tangsehl GbR in Nahrendorf ist der Gewinner der „Silbernen Käseharfe“.

Platz 1 in der Kategorie „Käse“ und damit die „Käseharfe in Gold“ erreichte die Bioland-Hofkäserei aus Baden-Württemberg mit „Schwäbische Voralbkäse natur“.

Platz 2 und 3 in der Kategorie „Käse“ gingen dieses Jahr beide nach Niedersachsen. Die „Käseharfe in Silber“ gewann die Hofkäserei der Demeter Hofgemeinschaft Tangsehl aus dem Wendland (Landkreis Lüchow-Dannenberg) mit ihrem Schnittkäse „Göhrdetaler“.

Die komplette auf dem Hof gemolkene Milch wird auch hier vor Ort weiterverarbeitet. In der Käserei entstehen dabei verschiedene Schnittkäsesorten, Gouda, eine Bergkäsevariante, Hirtenkäse, Frischkäsekreationen, Weichkäse wie Camembert oder Brie, sowie Quark und Joghurt.

Dritter Platz geht nach Amelinghausen

Der „Aschekäse“ aus der Hofkäserei Bauckhof Amelinghausen in der Lüneburger Heide ist der Gewinner der „Bronzenen Käseharfe“.

Platz 3 und damit die „Käseharfe in Bronze“ erhielt die Demeter Hofkäserei des Bauckhofs aus der Lüneburger Heide für ihren „Aschekäse“. Seit 2010 werden in der Hofkäserei in Amelinghausen verschiedene Weichkäsesorten hergestellt: Camembert und Aschekäse, der vor der Reifung in Holzasche gewälzt wird. Sowie die „Witte Deern“, ein großer runder Laib mit weißem Schimmel und den „Rooten Bengel“, der eine rötliche Rinde hat und im Geschmack kräftiger ist.

Innovationspreise für Ahlden und Amelinghausen

Neben Traditionskäsen wie Bergkäse, Camembert oder Gouda waren auch dieses Jahr wieder zahlreiche Produktinnovationen am Start. So überraschte die Meierei Nordweide die Käseprüfer mit einem Weichkäse mit Kräuterfüllung.

Originelle Mozzarella-Schnüre wurden von der Familie Elsenhans aus Oberösterreich in den Wettbewerb geschickt und in der Lüneburger Heide wird dank eines syrischen Käsers inzwischen der erste Heide-Halloumi nach syrischer Rezeptur hergestellt. Insgesamt überzeugten sieben Käse die Fachjury in puncto Originalität und Kreativität. Zu den glücklichen Gewinnern des diesjährigen Innovationspreises zählen auch zwei aus Niedersachsen:

Der Heide Halloumi (Weichkäse aus Kuhmilch) von der Käserei des Bauckhof Amelinghausen GbR aus Amelinghausen (Landkreis Lüneburg). Sowie der Mezzo (Schnittkäse aus Kuh- und Büffelmilch) vom Biohof Eilte GbR aus Ahlden OT Eilte (Landkreis Heidekreis).

Besucher der Münchner Hofkäsetage küren Favoriten

Deutscher Käsepreis: Besucher der Münchner Hofkäsetage küren ihre Favoriten

Bis zum Siegertreppchen war es auch dieses Jahr beim Wettbewerb "Deutscher Käsepreis" wieder ein langer Weg. Zunächst bestimmten die Verbraucher auf dem Münchner Viktualienmarkt ihre Favoriten unter den 132 Käse- und Milchspezialitäten wie gereiften Aschekugeln aus Ziegenmilch, herzhaftem Blauschimmelkäse aus Schafmilch oder mit Kräuteröl marinierten Käsebällchen.

Am 30. November urteilte dann eine Fachjury aus 20 Sensorikern, Käsehändlern und Käseproduzenten über die gleichen Käse. In fünf Kleingruppen prüften die Käseexperten die Käse auf Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack und kamen ebenfalls zu einem sehr positiven Fazit. 74% der vorgestellten Käse erfüllten die strengen Vorgaben des Veranstalters und wurden mit einem Qualitätspreis ausgezeichnet.

Prädikat “cum Laude” für 6 Milchprodukte aus Niedersachsen

Seit 2015 werden die besten 25 Käse und Milchprodukte aus der Addition beider Prüfverfahren ausgezeichnet. Nur wer beim Verbraucher und der Expertenjury gut abschneidet, hat sich diese besondere Auszeichnung verdient und darf für ein Jahr das Prädikat “Käse cum Laude” bzw. “Milchprodukt cum Laude” tragen. Darunter natürlich auch Käse aus Niedersachsen:

  • die Hofgemeinschaft Tangsehl für ihren Schnittkäse “Göhrdetaler”.
  • der Bauckhof Amelinghausen für seinen Aschekäse und seinen Camembert.
  • die Thomas Käserei aus Papenburg (Landkreis Emsland) für ihren Schnittkäse “Grausteiner Basilikum-Knoblauch” aus Kuhmilch.
  • der Biohof Eilte für seinen Schnittkäse “Mezzo” aus Büffel- und Kuhmilch.
  • die Hofkäserei des Hof im Greth aus Söhlde (Landkreis Hildesheim) für ihre “SchafsSchnitte”.

Wer nun selber auf den Geschmack kommen möchte, findet alle Preisträger im Internet unter www.hofkaese.de/preistraeger/details/29

Mit Material von Verband für handwerkliche Milchverarbeitung im ökologischen Landbau e.V.

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