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Christa-Maria Brockmann | am

Harburg: Alle hören auf Feuerwehrfrau Saskia

Die 20-jährige Saskia Schröder wurde zur Ortsbrandmeisterin der Freiwilligen Feuerwehr in Undeloh gewählt und ist damit erste weibliche Chefin der Region - mit ehrgeizigen Zielen.

Tagsüber absolviert Saskia Schröder zur Zeit eine Ausbildung zur Landmaschinenmechatronikerin, danach übernimmt sie ehrenamtlich Verantwortung für die Allgemeinheit und engagiert sich in der Freiwilligen Feuerwehr in Undeloh im Landkreis Harburg. Und das so gut, dass die 20-jährige einstimmig zur Ortsbrandmeisterin gewählt wurde. Sie ist damit die erste weibliche Feuerwehrchefin in der Region. „Wir finden es toll, dass wir so eine junge, engagierte Frau an unserer Spitze haben“, sagt ihr Stellvertreter Armin Ahlers. 

31 Mitglieder hat die kleine Wehr

Die Stelle war bereits seit einem Jahr vakant. Als kurz vor Corona wieder die Jahreshauptversammlung anstand, wollte zunächst niemand das Ortsbrandmeister-Amt übernehmen. „Da meinte meine Mutter, dass ich das doch machen könnte“, erzählt Saskia Schröder. „Und ich dachte: Warum eigentlich nicht?“ Die 31 aktiven Mitglieder der Wehr waren sofort begeistert und versprachen: „Wir helfen dir, wo wir können!“ Die junge Frau bestätigt: „Wir arbeiten super im Team!“ Aber natürlich ist auch eine Fortbildung angesagt. So muss die junge Feuerwehrchefin noch einen Truppführer- und Gruppenführerlehrgang besuchen. „Das sei Vorschrift für die Ortsbrandmeister-Tätigkeit“, berichtet sie.

In familiäre Fußstapfen

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Saskia Schröder trat schon als 16-Jährige in die Feuerwehr ein. „Da mein Großvater, mein Vater und mein Bruder Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr sind, gehört das zur Familientradition“, sagt die Heidebewohnern.

Saskia will ein Vorbild für junge Leute sein

Für ihr neues Amt hat Saskia Schröder sich gleich mehrere Ziele gesetzt: „Ich möchte neue Ideen einbringen und den Zusammenhalt der Mitglieder erhalten. Außerdem will ich junge Nachwuchskräfte für die Feuerwehr gewinnen.“ Dabei hofft sie, ein Vorbild für junge Menschen zu sein. „Auch andere können Funktionsbereiche in der Feuerwehr übernehmen“, meint die Undeloherin.

Die gesamten Artikel lesen Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 19/2020 und in der digitalen Ausgabe.

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