Ein Wolf im Wald.
Ellen Hartmann | am

Heidekreis: Frau von Wolf verfolgt

Beim Spazierengehen mit ihrem Hund trifft eine Frau in Wietzendorf im Landkreis Heidekreis auf einen Wolf und filmt die Begegnung. Immer wieder schreit sie das Tier an, doch es läuft nicht weg.

Auf einem Acker in der Nähe von Wietzendorf kommt ein Wolf einer Frau und ihrem Hund sehr nah. "Geh weg, geh weg" ruft die Frau im Video immer wieder, aber der Wolf sucht nicht das Weite. Auch das Bellen ihres Hundes vertreibt das Raubtier nicht.

Was wollte der Wolf?

Anfangs ist die Frau noch recht ruhig, doch ihre Stimme wird immer ängstlicher und auch hysterischer, da sich das Tier nicht wegbewegt.

Vielmehr tänzelt der Wolf auf dem Acker herum. Nach einigen Minuten verschwindet das Tier jedoch. Unklar bleibt allerdings, was er wollte. Laut der Beurteilung von Wolfsberatern sei dieser Wolf ein neugieriges Jungtier.

Das sagt Umweltminister Olaf Lies:

Dass die Frau Angst hatte, kann auch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies verstehen. "Diese Begegnung zeigt sehr deutlich: Wölfe sind keine Kuscheltiere", so der Minister. "Es handelt sich um Raubtiere deren natürliches Verhalten gerade für Nicht-Experten große Verunsicherung auslösen und in solchen, für die Betroffenen äußerst unangenehmen Situationen resultieren kann." Gerade diese Nahbegegnungen seien nicht ungewöhnlich, allerdings würden sie nur selten dokumentiert werden.

Was tun bei einer Wolfsbegegnung?

"Begegnet man einem Wolf, gilt zuerst: Ruhe bewahren bis der Wolf seines Weges geht", so Wolfsberater Matthias Vogelsang gegenüber dem RedaktionsNetzwerkDeutschland (RND). Wenn das Tier dennoch näherkomme, wie in dem Video, solle man sich groß machen und Lärm verursachen – durch Singen, Klatschen oder Rufe. Wer einen Hund bei sich habe, sollte das Tier dicht an die Leine nehmen. Wölfe würden Menschen in der Regel nicht angreifen, so Vogelsang weiter, doch bei Hunden sehe das anders aus. Derzeit schätzt die niedersächsische Landesregierung die zahl der Wölfe auf rund 350. In Niedersachsen seien demnach momentan 35 Rudel und zwei Paare aktiv. 

Mit Material von HAZ, dpa
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