Wasser wird aus einer Flasche in ein Glas gegossen
Christel Grommel | am

Lüneburg: Sabotage gegen Coca-Cola

Um den neuen, dritten Brunnen von Coca-Cola in Reppenstedt gab es bereits einigen Ärger.

Eine Bürgerinitiative und Nachbargemeinden sind gegen den Brunnen - denn Coca-Cola betreibt bereits zwei Brunnen im Lüneburger Stadtgebiet und fördert jedes Jahr 350.000 Kubikmeter Grundwasser. Auch eine Petition wurde beim Oberbürgermeister von Lüneburg eingereicht.

Jetzt ist es zu einem Sabotageakt gekommen. Das teilte eine Sprecherin des Coca-Cola-Konzerns mit. 

Unbekannte haben den obersten Teil des Brunnens verschlossen - mit Beton und Unrat. Vermutlich wurde der Brunnen selbst dabei nicht beschädigt. Der Pumpversuch soll daher wie geplant in der nächsten Woche starten.

Zwei Monate Probebohrung

Das Unternehmen hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Man wolle bei dem umstrittenen Projekt weiter auf einen sachlichen Dialog setzen, betonte die Sprecherin. 

Der Versuch der Probebohrung soll zwei Monate dauern. Dabei darf die Coca-Cola-Tochter Apollinaris Brands bis zu 118.000 Kubikmeter Grundwasser abpumpen. Nach Abschluss des Versuchs Ende März werden die Ergebnisse von Gutachtern ausgewertet. Dann wird beurteilt, ob die langfristige Wasserentnahme negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt haben wird.

Mit Material von NDR
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