Waldbrand in Niedersachsen
Christel Grommel | am

Lüneburger Heide: Hubschrauber üben Einsatz gegen Flächenbrand

Spezial-Helikopter der Bundeswehr können in einem angehängten Behälter 2.000 Liter Wasser aufnehmen. Deren Einsatz im Katastrophenfall wurde nun in Munster geübt.

Die Waldbrandgefahr in Niedersachsen ist derzeit zwar gering, aber der reibungslose Ablauf der Brandbekämpfung aus der Luft wird geübt. Denn das Zusammenspiel von Bundeswehr und Feuerwehr muss für den Ernstfall gut eintrainiert sein.

Das stand in der letzten Woche in Munster im Mittelpunkt. Dabei gingen 2 von 23 in Faßberg stationierte Nato-Helicopter-90 - kurz NH-90 - in die Luft. Geübt wurde die Abstimmung mit den Feuerwehren am Boden, um im Einsatzfall schnell Löschwasser an einen Brandort zu bringen.

Im Außenbehälter lassen sich 2.000 Liter Wasser aufnehmen und gezielt abwerfen. "Damit können wir einen Flächenbrand beregnen und auch punktgenau löschen", sagte Pilot Thomas Frank. Zwei Piloten und ein Bordtechniker gehören zum Team im Hubschrauber.

Waldbrandgefahr in Niedersachsen niedrig

Die Waldbrandgefahr in Niedersachsen ist unterdessen im ersten Halbjahr im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen. Im Vergleich zum Hitzesommer 2018 halbierten sich die Einsatztage in der Waldbrandzentrale in Lüneburg. Die Zahl der Meldungen betrug nur noch etwa ein Drittel.

Der Sprecher der Landesforstanstalt, Knut Sierk, sagte: "Es ist bei weitem nicht so schlimm wie in den Vorjahren. Es gab im Hochsommer ganz wenige Tage, an denen wir Waldbrandgefahr hatten."

Die Waldbrandzentrale war bisher an 50 Tagen besetzt - dies geschieht ab Stufe drei von fünf. 2018 wurden 99 Tage notiert, 2019 waren es 80 und im vergangenen Jahr 85. An die 140 Brände wurden entdeckt und an die Feuerwehren gemeldet, vor drei Jahren waren es 405 (2019: 255, 2020: 178).

Die Waldbrandzentrale überwacht die sechs Landkreise Lüneburg, Heidekreis, Uelzen, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Celle. In Niedersachsen gelten vor allem der Osten und der Süden mit der Heide und dem Harz als besonders waldbrandgefährdet. Bei hoher bis sehr hoher Waldbrandgefahr steigen in Lüneburg und Hildesheim Feuerwehrflieger zu Kontrollflügen auf.  

Mit Material von dpa
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