Heidschnucken laufen durch die Lüneburger Heide
Janina Schuster | am

Lüneburger Heide: Naturwächter starten früher

Die Heideblüte beginnt im Normalfall um den 8. August. Zu diesem Zeitpunkt nehmen auch die Naturwächter ihre Arbeit auf. Dieses Jahr ist das jedoch anders.

Die Naturwächter kontrollieren in der Heide die Einhaltung der Naturschutz-Bestimmungen. Unterwegs mit Fahrrad achten sie darauf, dass die Anleinpflicht für Hunde oder das Fahrverbot für Autos im Schutzgebiet befolgt wird. Um den Naturschutz zu gewährleisten, dürfen Besucher die Wege in der Heide nicht verlassen. Auch dies wird von den Naturwächtern kontrolliert, die zu siebt rund um den Wilseder Berg unterwegs sind. Unterstützt werden sie dabei von den Polizeistaffeln.

Corona sorgt für verfrühten Arbeitsbeginn

Normalerweise nehmen die Naturwächter ihre Arbeit mit Start der Heideblüte am 8. August auf. Dieses Jahr trifft man sie jedoch schon früher an. "Wir erwarten, dass der Besucheransturm coronabedingt höher ist und wollen die Spielregeln frühzeitig verdeutlichen", sagte Marc Sander. Er ist kaufmännischer Leiter der VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide in Bispingen und stellte am Mittwoch die Maßnahmen zum Schutz der Natur vor.

Wandertipps von Polizisten

Die berittene Polizei hilft den Naturwächtern dabei die Maßnahmen einhalten zu können. In den ersten vier Wochen durchqueren Claas Bode und Simon Rölleke von der Reiterstaffel Hannover die Heide. "Zum Alltäglichen, was man in Hannover macht wie zum Beispiel Fußballspiele, ist das mal was Anderes. Das Reiten in der Natur hier ist ein Haupttreffer", sagte Polizist Martin Koopmann, der zur Ablösung mit einem Kollegen Anfang September anreist. Doch ihr Job umfasst mehr als die Kontrolle von Touristen im Heidegebiet. Auch Wandertipps und Orientierungshilfen im Wald gehören zu ihren Hauptaufgaben. "Viele verirren sich, manche suchen die gebuchte Kutsche wieder", erzählte Koopmann. So wüssten einige auch nicht, dass Pilze sammeln in der Region verboten sei.

Heidschnucken und Mehrzweckmaschine für die Heidepflege

Mit Vorstellung der Regeln wurde am Mittwoch auch eine Mehrzweckmaschine zur Heidepflege präsentiert. Ausgestattet mit 400 PS, so groß wie ein Mähdrescher und ähnlich arbeitend wie ein Vertikutierer soll die Maschine deutlich bodenschonender sein als ehemalige Pflegeverfahren. So wurden früher Planierraupen eingesetzt, die riesige Materialberge angehäuft hätten, erzählt Sander. Mit der neuen Maschine könne Biomasse aus der Heidefläche entnommen und direkt auf einen Lastwagen geladen werden. Die weitere Pflege der Gebiete übernehmen dann die Heidschnuckenherden.

Mit Material von dpa
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