Wiedervernässung im Oederquarter Moor: Moorkolk mit Wollgras
Christel Grommel | am

Stade: Wiedervernässung im Naturschutzgebiet

Moore sind Heimat wertvoller Tier- und Pflanzenarten, und sie sind von großer Bedeutung für den Klimaschutz. Im Oederquarter Moor führt der NLWKN eine Wiedervernässung durch.

Nur bei ausreichendem Wasserstand können Moore das klimaschädliche CO2 in ihren Böden dauerhaft konservieren. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) führt derzeit Arbeiten zum Erhalt und zur Entwicklung der sensiblen Moor-Lebensräume durch.

Durch industriellen Torfabbau sind von den ehemals großflächigen Kehdinger Mooren im Landkreis Stade, zu denen das Oederquarter Moor gehört, lediglich kleine Reste erhalten geblieben. Entwässerungsmaßnahmen bis in die jüngste Vergangenheit führten dazu, dass heile Moorflächen mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt nur noch vereinzelt und reliktartig vorkommen.

Niederschlagsmengen im Moor halten

Ziel ist es, den oberflächigen Abfluss von Niederschlägen zu reduzieren, damit der Gebietswasserhaushalt wieder moortypisch wird, also kaum noch Wasser aus dem Moor fließt. Wesentlicher Bestandteil der aktuell laufenden Maßnahmen ist der Rückbau der Binnenentwässerung durch die Anlage von Grabenkammerungen und der Rückhalt des Niederschlagswassers im Gebiet durch flache Verwallungen. Dieser Rückhalt ist angesichts zunehmender Dürreperioden besonders wichtig. 

"Die verbliebenen Moorheideflächen und das Arteninventar im Oederquarter Moor sind von herausragendem naturschutzfachlichen Wert für die Region der Elbmarschen", betont Projektkoordinator Lars Panzer. "Sie sind darüber hinaus als FFH-Lebensraumtypen nach EU-Recht und nationalem Recht besonders zu schützen."

Das Projekt wird mit EU-Geldern und Mitteln des niedersächsischen Umweltministeriums gefördert. 

Mit Material von NLWKN
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