Wolf_tot

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Christel Grommel | am

Uelzen: Toter Wolf aufgefunden (aktual.)

An Silvester gegen Mittag fand ein Jagdberechtigter das tote Tier. Zunächst ging man von einem illegalen Abschuss aus - nun hat sich bestätigt, dass Bisse die Todesursache waren.

Leibniz-Institut bestätigt: Bisse sind Todesursache

6. Januar:

Das Tier sei nach der Feststellung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin totgebissen worden, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums in Hannover am Mittwoch.

Umweltminister Olaf Lies zeigte sich erleichtert: "Es ist gut, dass wir so schnell und ein eindeutiges Ergebnis bekommen haben."

Er warnte vor zu schnellen Schlüssen bei der emotionsgeladenen Thematik Wolf. "Darum ist es klug, immer erst Untersuchungen von Experten abzuwarten - und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen."

Woher die Bisse stammen könnten, ist weiter unklar, detailliertere Untersuchungsergebnisse aus dem Leibniz-Institut liegen noch nicht vor.

Anwohner hörten Geheul

Der Jäger fand das verendete Tier in den Mittagstunden des 31. Dezember 2021 auf einem Acker im Bereich der Gemeinde Eimke. Er verständigte daraufhin die Polizei. Das Tier wies augenscheinlich zwei Verletzungen möglicherweise durch Schüsse auf.

Durch den hinzugezogenen Wolfsberater wurde der Kadaver ins Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin/Potsdam überführt. Weitere Untersuchungen des Tiers sowie Ermittlungen der Polizei dauern an. Anwohner hatten schon am 27. Dezember Wolfgeheul wahrgenommen.

Lies: Illegale Tötung darf nicht hingenommen werden

Für den Bereich gebe es keine Ausnahmegenehmigung für das Töten eines Wolfes, teilte das niedersächsische Umweltministerium am Montag mit.

"Wurde der Wolf tatsächlich illegal erschossen, dürfen wir das nicht einfach hinnehmen", sagte Umweltminister Olaf Lies. Der Wolf sei als Art streng geschützt und es gälten strenge Regeln, in welchen Fällen einzelne Tiere eines Rudels getötet werden müssen. "Wer sich nicht an diese Regeln hält, muss entsprechend zur Verantwortung gezogen werden."

Mit Material von MU, Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, dpa

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