Kaktus_Bluete

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Christel Grommel | am

So gießen Sie Kakteen richtig, damit sie blühen

Kakteen sind pflegeleicht. Damit die Zimmerpflanzen blühen, müssen sie aber richtig gegossen und gepflegt werden. Wir geben Tipps zur richtigen Pflege.

Die stachligen Gewächse benötigen nicht viel Wasser, das ist den meisten Menschen bekannt. Wie wenig Wasser es jedoch tatsächlich ist und wie man richtig gießt, damit Kakteen blühen, ist weniger bekannt.

So viel Wasser brauchen Kakteen

Der Großteil der Kakteen, die bei uns erhältlich sind, sind in warmen, trockenen Gegenden zu Hause. Dort müssen sie längere Trockenperioden überstehen. Kakteen gehören zu den Sukkulenten und speichern Wasser über einen längeren Zeitraum. Zu viel Wasser führt zum Absterben der Pflanzen, weil die Wurzeln faulen.

Wie viel Wasser wird nun benötigt? Das hängt auch von der Kaktusart ab. Kakteen aus der gemäßigten Klimazone benötigen mehr Wasser und Nährstoffe als zum Beispiel ein Kaktus aus der Trockenwüste. Einige Gattungen wie Melocactus, Gymnocalycium, Parodia kommen gut zurecht, wenn das Gießen in der Zeit von November bis Anfang März sehr eingeschränkt wird. Alle drei bis vier Wochen sollte man sehr wenig Wasser geben. Am besten stehen sie kühl und mit viel Licht, nicht über einem Heizkörper. Wüstenkakteen brauchen im Winter gar kein Wasser. Im Frühjahr wird der Kaktus dann einmal überbraust, um das Wachstum wieder anzuregen. Danach langsam das Gießen wieder steigern, je nach Bedarf der Pflanze.

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Kakteen tauchen, nicht gießen

Ähnlich wie bei Orchideen ist es sinnvoll, den Kaktus zu tauchen. So lässt sich der Wasserbedarf richtig einschätzen. Stellen Sie den Kaktus für die Anstaumethode mitsamt Pflanztopf in ein Gefäß mit zimmerwarmem Wasser und lassen Sie ihn so lange darin, bis sich das Substrat vollständig vollgesaugt hat. Anschließend gut abtropfen lassen und dann wieder in den Übertopf stellen. Die nächsten Wochen kann der Kaktus dann von dem aufgesogenen Wasser leben, weiteres Wasser ist nicht notwendig. Vor dem nächsten Tauchen muss das Substrat komplett trocken sein.
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Kakteen mögen keine Staunässe

Zu viel Wasser schadet den dornigen Pflanzen. Ein Kaktus am richtigen Standort wird im Grunde nur von Staunässe umgebracht. Denn stehen die Wurzeln dauerhaft in feuchter Umgebung, faulen sie und können auch keine Nährstoffe mehr aufnehmen. Daher sollten sie nach dem Tauchen immer gut abtropfen. Die meisten Kakteen können danach sechs Wochen oder länger ohne Wasser auskommen. Je größer der Kaktus, desto länger kommt er ohne Wasser aus.

Weitere Tipps zur Pflege

Während der Wachstums- und Blütphase empfiehlt sich ein spezieller Kakteen-Flüssigdünger. Auch das Substrat sollte passen. Die Spezialerde für Kakteen sollte locker sein und etwa alle fünf Jahre gewechselt werden. Bei Kauf und Pflanzung sollte bereits auf das zur Art passende Substrat geachtet werden, hier gibt es unterschiedliche Bedürfnisse. Wasser- und nährstoffhungrige Kakteen benötigen humose Pflanzerde mit einem eher geringen mineralischen Anteil, Wüstenkakteen ein Sand-Lavabruch-Gemisch.

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