Stromleitungen in Niedersachsen

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Christel Grommel | am

Weitere Stromtrassen in Niedersachsen geplant

Der Netzbetreiber Tennet beginnt mit Planungen für zehn Netzausbauprojekte an Land und auf See im Nordwesten Niedersachsens bis 2030.

Von den zehn Trassen seien fünf bereits vorhanden, deren Verlauf im Wesentlichen beibehalten werde. Neu hinzu kommen zwei Landtrassen und drei Offshore-Trassen.

Die Projekte überschneiden sich teilweise und betreffen die Kreise Friesland, Ammerland, Wesermarsch, Oldenburg sowie die Städte Delmenhorst, Bremen und Wilhelmshaven. 

Man stehe noch noch am Anfang der Planungen, so die Leiterin Netzausbau onshore Niedersachsen/Nord bei Tennet. Man wolle jedoch so früh wie möglich in den Dialog und die Kommunikation einsteigen.

Diese Landkreise sind betroffen

Konkret enthalten die Planungen auch die Teilstücke der Gleichstromtrassen für den sogenannten B-Korridor, der zwei jeweils hunderte Kilometer lange Strecken vorsieht. In der Nord-Süd-Verbindung führt der Korridor von Wilhelmshaven nach Hamm. Die zweite Trasse startet in Schleswig-Holstein in Heide/West, unterquert die Elbe und führt von Nordosten diagonal durch Niedersachsen nach Polsum (NRW). Von den Planungen für den B-Korridor sind alle vier Kreise und drei Städte betroffen.

Weitere Projekte sind unter anderem die Trassen Wilhelmshaven2-Conneforde (Kreise Friesland/ Ammerland), Conneforde-Sottrum (Ammerland/Wesermarsch), Elsfleth/West-Ganderkesee (Wesermarsch/Oldenburg sowie Bremen) sowie die Elbe-Weser-Leitung (Bremen). In Wilhelmshaven prüft Tennet zudem mehrere Standorte für ein neues Umspannwerk "Wilhelmshaven2". Dort sollen auch die seeseitigen Stromkabel von den Offshorewindkraftanlagen anlanden und 2029/2030 in Betrieb genommen werden.

Lies: Akzeptanz für den Netzausbau ist wichtig

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies wies auf die Bedeutung der neuen Stromleitungsprojekte als wichtige Bausteine der Energiewende hin.

Niedersachsen sei das Bundesland, das am meisten Windenergie auf See und an Land produziere. Aber der Strom müsse auch dorthin, wo er gebraucht werde. "Der Zeitdruck wächst hier stetig, da wir alles daran setzen müssen, unsere selbstgesteckten Ziele beim Klimaschutz zu erreichen", so Lies. Es gehe um eine Akzeptanz für den Netzausbau.

Mit Material von dpa
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