Bau der Stromtrasse Südlink

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Christel Grommel | am

Südlink: Haben die Erdkabel Auswirkungen auf die Landwirtschaft?

Die Erdkabel der Stromtrasse Südlink könnten Auswirkungen auf den Boden haben. Wissenschaftler untersuchen nun auf drei Testfeldern in Niedersachsen, womit Landwirtinnen und Landwirte rechnen müssen.

Ab 2028 soll Südlink rund zehn Millionen deutsche Haushalte mit Energie versorgen. . Von der Nordsee bis nach Stuttgart werden dazu 700 Kilometer Gleichstromkabel verlegt – auf ganzer Länge unterirdisch. Das macht vielen Landwirtinnen und Landwirten Sorge und führt zu Vorbehalten. Der Betreiber Tennet will deshalb in drei Feldversuchen in Niedersachsen die Wechselwirkungen zwischen dem Höchstspannungsgleichstrom-Erdkabel und der Landwirtschaft erforschen.

Tennet verspricht unabhängige Untersuchungen

Am Montag (9. Mai) starteten auf drei Testfeldern die Felduntersuchungen von Wissenschaftlern aus drei Hochschulen. In Seelze wird ein Pseudogley-Parabraunerde-Boden untersucht, in Walsrode Pseudogley-Braunerde und in Heeslingen Podsol-Braunerde. Neben Geologen der Universität Erlangen-Nürnberg arbeiten Agrarwissenschaftler der FH Kiel sowie das Institut für Bodenkunde der Leibniz-Universität Hannover mit. Tennet ist Auftraggeber der Untersuchungen, führt diese aber nicht durch. Tennet-Projektdirektor Stefan Mirschel versichert: „Die Untersuchungen sind kritisch, sie sind ergebnisoffen und sie sind unabhängig.“

Bau der Stromtrasse Südlink

Auswirkungen durch Hitzeentwicklung der Kabel möglich

Tennet-Chef Tim Meyerjürgens räumt ein, dass Erdkabel nicht ganz ohne Auswirkungen verlegt werden können. Man sei sich aber zusammen mit den Experten sicher, dass es durch die Erdkabel keine praktischen Auswirkungen auf die Landwirtschaft geben werde. Die Wissenschaftler wollen über Heizrohre im Boden die Wärmeentwicklung durch die Kabel simulieren und die Auswirkungen auf die Umgebung messen. Auf den Versuchsfeldern soll dazu bis 2026 die reguläre Fruchtfolge begleitet werden. Auch die Folgen auf das Erdreich sollen erforscht werden, wie beispielsweise die Bodendichte. Die Wärme der Kabel könnte das Erdreich austrocknen. Geologe David Bertermann erwartet in einem Meter Entfernung von den Heizrohren keine Beeinträchtigung, die Erdkabel werden beim Bau in einer Tiefe von 1,3 bis 1,5 Meter gelegt.

Mit Material von Rundblick Niedersachsen

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