Die Stromtrasse SüdLink in Diepholz.

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Ellen Hartmann | am

SüdLink: Landwirte müssen wissen, wo das Kabel verläuft

Beim Bau der Stromtrasse SüdLink ist weiter kein Ende in Sicht. Derzeit prüft die Bundesnetzagentur Planfeststellungsbeschlüsse. Das Landvolk Niedersachsen fordert zudem eine bessere Kommunikation.

Im Anschluss an die Bundesfachplanung im Abschnitt B hat die Bundesnetzagentur beschlossen, dass die Stromtrasse SüdLink in Niedersachsen so verläuft: von Scheeßel (Landkreis Rotenburg) in Richtung Süden durch den Heidekreis, weiter zwischen Rodewald und Schwarmstedt, hinein in die Region Hannover, weiter ins Leinetal und bis in die Nähe von Einbeck im Landkreis Northeim. Somit liegen in Niedersachsen rund 190 der insgesamt 700 Kilometer langen "Stromautobahn".

Bundesnetzagentur prüft Anträge

Neben der Strecke ist während der Bundesfachplanung ein 1.000 Meter breiter Verlaufskorridor der Trasse von der Bundesnetzagentur abgesteckt worden. Am 15. und am 21. April hatte der Vorhabenträger Tennet für zwei Teilstrecken des Abschnitts Anträge auf Planfeststellungsbeschlüsse eingereicht. Hierbei gehe es speziell um eine 68 Kilometer lange Leitung zwischen der B75 südlich der Gemeindegrenze Helvesiek/ Scheeßel und der Grenze zwischen dem Heidekreis und der Region Hannover. Südlich anschließen solle eine Leitung zwischen Heidekreis/ Region Hannover und der Grenze zwischen der Region Hannover und dem Landkreis Hildesheim. Derzeit prüfe die Bundesnetzagentur diese Anträge.

Was fordert das Landvolk?

"Für die Landwirte ist es wichtig zu wissen, wo das Erdkabel exakt verläuft", so Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies. Denn mit dem Antrag von Tennet läuft auch die Planfeststellung an, wobei der konkrete Trassenverlauf festgelegt wird. Hierzu gibt es auch Anhörungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen. Informationen sollen Grundstückseigentümer auch über die Landvolk-Kreisverbände bekommen.

Momentan werden auch Erkundungs- und Baugrund-Untersuchungen im Abschnitt B durchgeführt. "Leider wurden dazu vielfach weder die betroffenen Landvolk-Kreisverbände noch der Landesbauernverband vom Vorhabenträger informiert und einbezogen", sagt Hennies. "Deshalb appellieren wir eindringlich, die Informations- und Kommunikationspolitik uns gegenüber anzupassen."

Wann soll SüdLink fertig sein?

Erst vor kurzem musste der Plan den SüdLink 2026 in Betrieb zu nehmen, zurückgenommen und auf 2028 verschoben werden. Aber auch diese Zielsetzung "erscheint uns derzeit als äußerst fraglich", heißt es von Hennies. Er fordert die Betreiber Tennet und Transnet/BW daher dazu auf, "endlich konstruktive Vorschläge in den parallellaufenden Gesprächen mit den Landesbauernverbänden zu unterbreiten und sich nicht ständig hinter der Enteignungsdrohung" zu verstecken.

Mit Material von LPD
Bau der Stromtrasse Südlink

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