Maskenpflicht

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Janina Schuster | am

Trotz hoher Corona-Zahlen: Niedersachsen lockert Regeln

Während die Corona-Zahlen in die Höhe schießen, steht die Lockerung diverser Schutzmaßnahmen an. Auch wenn die Landesregierung diesen Widerspruch sieht, lassen ihr die Vorgaben vom Bund keine andere Wahl.

Widerstrebend bringt Niedersachsens Landesregierung einige Corona-Lockerungen auf den Weg. Damit folgt das Land den Vorgaben vom Bund. Wenngleich sich das Land an diese zu halten hat, wollen sie die meisten Auflagen bis zum 02. April verlängern. Das was an „rudimentären Maßnahmen“ noch zulässig sei, wolle man nutzen, so Krisenstabsleiter Heiger Scholz über das Regelwerk, das ab Samstag im Land gelten soll. Der Bund plant eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Nach Worten von Scholz lege dieses die wesentlichen Werkzeuge nicht nur in den Schrank, sondern schmeiße sie weg.

Niedersachsen als ein einziger Hotspot?

Im Entwurf des Bundes ist vorgesehen, dass die Länder für einzelne Hotspots weitergehende Beschränkungen beschließen können. Die Corona-Infektionszahlen sowie die Zahl der Krankenhausaufnahmen von Infizierten sind landesweit jedoch so hoch wie nie. Hotspot Niedersachsen – geht das? Ja, sagt die Vizechefin des Krisenstabs, Claudia Schröder. Der Bund wies explizit darauf hin, dass die Hotspot-Regel auch auf ein ganzes Bundesland angewendet werden könne, sofern eine gefährlichere Virusvariante auftrete oder eine Überlastung der Krankenhäuser durch hohe Infektionszahlen drohe.

Kritik an Vorgehen wird laut

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erneuerte derweil seine Kritik am Entwurf des Gesetzes. Trotz aller Kritik von vielen Seiten gehe er jedoch davon aus, dass dieser am Freitag sowohl den Bundestag als auch den Bundesrat passieren wird. Ganz ohne Regelung dastehen sei weder für Weil, noch für die Bundesländer vertretbar. Eine dementsprechende Mehrheit gebe es auch im Bundestag, so der Ministerpräsident.

Was nun gilt

An diesem Wochenende sollen einige Beschränkungen wegfallen. Darunter die Obergrenze für Zuschauer bei Großveranstaltungen unter Anwendung der 2G-Regelung. Auch die Maskenpflicht oder Abstandsregelung fällt, sofern die Veranstaltung unter freiem Himmel stattfindet. Das Tragen einer FFP2-Maske ist noch bei Events in geschlossenen Räumen Pflicht, ebenso die Abstandsregelung sofern die Teilnehmeranzahl 2.000 Personen überschreitet. Veranstaltungen mit maximal 2.000 Personen können unter Anwendung der 3G-Regelung stattfinden. In Clubs und Diskotheken wurde zuletzt die Maskenpflicht gelockert. In Geschäften gilt diese jedoch weiterhin. Betreute Kinder ab drei Jahren unterliegen derzeit der Testpflicht (drei Tests pro Woche). Diese Regelung soll um zwei Wochen verlängert werden. Die verpflichtenden Tests an Schulen bleiben jedoch weiter vorgeschrieben. Dafür fällt die Maskenpflicht für Grundschüler während des Unterrichts.

Mit Material von dpa
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