Strand in St. Peter-Ording
Janina Schuster | am

Urlaub in Norddeutschland unter strengen Auflagen möglich

Ein paar freie Tage am Meer genießen? Das geht trotz verschärfter Corona-Lage auch in Norddeutschland, wenn auch unter strengeren Auflagen.

Viele Menschen in Deutschland sehnen sich nach Urlaub und das möglichst nicht zuhause. Doch während der Pandemie ist an Wegfahren kaum zu denken. Nun entstehen sogenannte Modellregionen. Geplanter Start für diese ist der 19. April. In diesen Regionen sind Lockerungen geplant, die einen Urlaub möglich machen sollen. Die größte Hoffnung auf Entspannung fernab der eigenen vier Wände macht derzeit Schleswig-Holstein. Dort liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 72,0 und ist deutschlandweit aktuell am niedrigsten. Vier Regionen in Schleswig-Holstein nehmen an dem Projekt teil, darunter Eckernförde, Schlei-Region  und Nordfriesland. Innerhalb dieser Gebiete liegen beliebte Ferienziele wie Sylt und St. Peter-Ording. Nicht alle Regionen öffnen zeitgleich, sodass ein gezieltes Informieren vorab sinnvoll ist. Zuletzt musste sich die Lübecker Bucht aus dem Modellprojekt zurückziehen, da die Inzidenzwerte noch vor dem geplanten Start anstiegen.

Strenge Maßnahmen für den Erhalt des Projekts

Die Öffnungen unterliegen strengen Auflagen: so müssen die Regionen eine stabile Inzidenz von unter 100 aufweisen, sowie Gäste mit frischem Negativtest empfangen, der am Zielort innerhalb weniger Tage wiederholt werden muss. Die Tests müssen von den Vermietern organisiert werden. Bei Restaurantbesuchen ist dann die Vorlage der Testbelege erforderlich. Wird trotz aller Sicherheitsvorkehrungen eine stärkere Verbreitung des Virus wahrgenommen, endet das Projekt.

Niedersachsen bleibt "dicht"

Nicht in allen Regionen öffnen die gleichen Institutionen. So werden nicht überall Restaurantbesuche möglich sein, Unterkünfte wie Hotels oder Campingplätze sind jedoch in allen Modellregionen buchbar. Niedersachsen hingegen kann noch nicht auf eine solche Öffnung hoffen. Dort sind Campingplätze nur für Dauercamper geöffnet, lediglich Besitzer von Ferienhäusern dürfen dort auch übernachten. Tagesausflüge sind zwar erlaubt, werden von der Landesregierung jedoch nicht empfohlen.

Mecklenburg-Vorpommern im Lockdown

Wer auf ein wenig Urlaubszeit in Mecklenburg-Vorpommern oder Hamburg hofft, wird derzeit enttäuscht. In Hamburg ist aufgrund eines Inzidenzwertes von 125 eine Beherbergung aus touristischen Zwecken nicht möglich. Mecklenburg-Vorpommern befindet sich seit kurzem in einem Lockdown. Dort sind Schulen, Kitas, Museen, Bibliotheken und die meisten Geschäfte geschlossen. Die Inzidenz liegt aktuell bei knapp unter 150. Wer eine Zweitwohnung oder Dauercamper auf einem Campingplatz ist, aber aus einem anderen Bundesland kommt, hat derzeit das Nachsehen und darf nicht einreisen.

Mit Material von noz
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