Warnschild in der Lüneburger Heide
Janina Schuster | am

Die Waldbrandgefahr steigt wieder

Mit der Hitze und Trockenheit steigt auch die Waldbrandgefahr. Die Landesforsten appellieren an die Waldbesucher, sich umsichtig zu verhalten.

Es ist eine gefährliche Kombination: heiße und trockene Luft, sowie eine geringe Luftfeuchtigkeit und leichter Wind. Das lässt den Waldboden mitsamt am Boden liegendem Reisig austrocknen und damit anfällig für kleinste Brandauslöser werden. Die Niedersächsischen Landesforsten sind gewarnt und appellieren an das Gefahrenbewusstsein der Waldbesucher.

Wärme allein ist nicht entscheidend

Die Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes gehen von 1 (gering) bis 5 (sehr hoch). In den kommenden Tagen steigen die Werte für weite Teile Niedersachsens auf die hohe Gefahrenstufe 4. In der Lüneburger Heide liegt sie sogar auf Stufe 5. Mit ihren ausgedehnten Kiefernwäldern ist sie besonders anfällig. "Die Rahmenbedingungen für die Entstehung der Waldbrände sind da", sagt Knut Sierk, Sprecher der Landesforsten. "Wärme allein sagt noch nichts über die Gefahr aus, entscheidend ist die fehlende Feuchtigkeit."

Kameras überwachen über zehn Kilometer in Rundumsicht

Ab Waldbrandgefahrenstufe 3 wird die Waldbrandzentrale in Lüneburg besetzt. Diese speziell geschulten Forstwirte überwachen von dort aus eine 440.000 Hektar große Waldfläche im nord-östlichen Niedersachsen. Allein in diesem Jahr erkannte die Technik an 32 Einsatztagen 90 Brände und konnte reagieren. Die Meldungen werden an die zuständigen Feuerwehreinsatzleitstellen weitergeleitet. Bilder und Daten von 20 Überwachungskameras laufen in der Waldbrandzentrale zusammen. Diese hochmodernen Kameras können mehr als zehn Kilometer überblicken und erkennen frühzeitig Rauchentwicklung. Doch auch aufmerksame Spaziergänger haben einige Brände gemeldet.

Worauf Besucher achten sollten

Um diese Aufmerksamkeit bitten auch die Landesforsten. Sie erinnern daran, dass in den Wäldern absolutes Rauchverbot herrscht und weder im Wald noch in der Nähe von Wäldern offenes Feuer gemacht werden darf. Auch Autos sollten so abgestellt werden, dass Rettungswege frei sind. Sie stellen bei Abstellung auf trockener Vegetation ein Risiko dar, weshalb der Parkplatz dementsprechend gewählt werden sollte.

 

Mit Material von dpa/ini
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