Wasserstoff-Tankstelle
Anne-Maria Revermann | am

Wasserstoff für den Klimaschutz

Die Nutzung von Wasserstoff als klimafreundlichem Energieträger soll in Deutschland vorangetrieben werden.

Am Mittwoch (10. Juni) verabschiedete das Bundeskabinett eine sogenannte Wasserstoffstrategie. Die Nutzung und Produktion von Wasserstoff als klimafreundlicher Energieträger soll mit Zuschüssen in Milliardenhöhe gefördert werden.

Niedersachsen soll dabei eine besondere Rolle einnehmen. Laut Umweltminister Olaf Lies sei Niedersachsen "Wasserstoffland Nummer eins".

Wasserstoff in Deutschland erzeugen

Für die Wasserstoffstrategie sind neben den laufenden Förderprogrammen unter anderem sieben Milliarden Euro dafür vorgesehen, dass sich Wasserstoff am Markt durchsetzt.

Bis 2030 sollen in einem ersten Schritt Erzeugungsanlagen für Wasserstoff von bis zu fünf Gigawatt Gesamtleistung in Deutschland entstehen.

Basis für Kaft- und Brennstoffe

Im Zentrum der Strategie steht der sogenannte grüne Wasserstoff, der ausschließlich mit erneuerbaren Energien gewonnen wird. Er kann als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr die Nutzung von Kohle, Öl und Erdgas abzulösen.

Für die Wasserstoff-Produktion braucht es aber sehr viel Energie. Die Bundesregierung geht davon aus, dass ein großer Teil der benötigten Mengen auf absehbare Zeit importiert werden wird.

Ein neuer, 25-köpfiger Nationaler Wasserstoffrat soll die Politik in Zukunft beraten.

Niedersachsen "Wasserstoffland Nummer eins"

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat die Wasserstoffstrategie des Bundes begrüßt. Der Beschluss schaffe erstmals verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in den klimafreundlichen Energieträger, sagte er.

Als Beispiel nannte er die angestrebte Quote von zwei Prozent für CO2-freies Kerosin im Luftverkehr. Niedersachsen sei aus seiner Sicht das "Wasserstoffland Nummer eins".

Grund dafür sei neben dem Ausbau der grünen Energie an Land sowie der Anbindung der Windenergie auf See die Chemie- und Stahlindustrie als Abnehmer. "Wir haben die ideale Basis, um zentral auch grünen Wasserstoff zu produzieren, den wir direkt über die Gasverteilnetze in alle Teile des Landes transportieren können", so Lies. "Wir sollten ganz schnell in den Ländern, wo es in großen Mengen erneuerbare Energien gibt, auch in großem Volumen die Wasserstofftechnologie ausbauen, und das ist einfach Niedersachsen."

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