Störche im Nest
Charlotte Meyer | am

Zukunftsmusik? Mehr Störche verbringen Winter in Niedersachsen

Des einen Freud, des anderen Leid – die Mäuseplage bewegt immer mehr Störche zum Überwintern in Niedersachsen.

Im Norden Niedersachsens sind in diesem Jahr ungewöhnlich viele Störche zum Überwintern geblieben. Verantwortlich dafür sei laut Udo Hilfers, Leiter der Storchenpflegestation Wesermarsch in Berne, vor allem das milde Klima. Der fehlende Schnee und die Feldmausplage bieten den etwa 30 vorwiegend älteren Störchen beste Überwinterungsbedingungen. Die Jungtiere jedoch zieht es trotz des ausreichenden Nahrungsangebotes in die Ferne nach Südfrankreich, Spanien oder bis nach Afrika.

Selbst wenn ein Wintereinbruch mit Schnee und Eis käme, würde es für die derzeit eher fetten Vögel kein Risiko bedeuten. „Die können auch mal 14 Tage fasten“, sagte Udo Hilfers. Nicht nur deutsche Störche entschlossen sich in diesem Jahr zum Bleiben– auch Tiere aus Schweden überwintern derzeit in der Wesermarsch. „Die sind ein paar Hundert Kilometer geflogen und bleiben dann bei uns im Schlaraffenland.“

 

Bundesweit immer mehr Störche

Den höchsten Storchenbestand der letzten Jahrzehnte meldete im Oktober der Naturschutzbund (Nabu). Die 2019 in Niedersachsen und Bremen gezählten 1.133 Weißstorchpaare zogen 2.463 Jungstörche bis zum Ausfliegen auf. Die wachsende Population erklärt der Nabu mit den immer kürzer werdenden Strecken ins Winterlager, welches nun oft in Spanien und nicht wie bisher im fernen Afrika liegt. Die Vögel kämen dadurch gesund und stark zurück. Das übermäßig gute Nahrungsangebot in diesem Jahr tut dann ihr übriges für eine hohe Reproduktion.

Mit Material von dpa
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